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Der Lehrerberuf hat wieder an Ansehen gewonnen

Zweibrücken. Die Meinung, Unterrichten sei ein einfacher Beruf, ist in der Öffentlichkeit weit verbreitet. Maria Rimbrecht (Foto: ski), seit 49 Jahren Lehrerin am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium, sieht aber, dass der Lehrerberuf mittlerweile besser wahrgenommen wird: "Lange Zeit hat keiner gesehen, was wir leisten. Mit der Bildungsreform und Pisa hat sich das gewandelt

Zweibrücken. Die Meinung, Unterrichten sei ein einfacher Beruf, ist in der Öffentlichkeit weit verbreitet. Maria Rimbrecht (Foto: ski), seit 49 Jahren Lehrerin am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium, sieht aber, dass der Lehrerberuf mittlerweile besser wahrgenommen wird: "Lange Zeit hat keiner gesehen, was wir leisten. Mit der Bildungsreform und Pisa hat sich das gewandelt. Auch, weil man erkannt hat, dass es mit der Jugend nicht immer einfach ist." Aber Rimbrecht hat Freude an ihrem Beruf. Die Kommunikation mit den Schülern liegt ihr besonders am Herzen: "Es ist wichtig, nah an ihnen dran zu bleiben." Mit ihren Fächern Deutsch und Französisch falle das nicht so schwer. Die Abwechslung, die der Lehrerberuf mit sich bringt, macht ihn für Maria Rimbrecht so spannend: "Man sieht die Entwicklung der Jugend im Laufe der Zeit, man bleibt auf dem neuesten Stand." Ihr ist bewusst, dass auch Lehrer mit der Zeit gehen müssen. "Es ist wichtig, auch in der Vermittlung des Stoffs aktuell zu bleiben. Schüler interessieren sich für Youtube, Facebook und Blogs im Internet. Dort sind sie selbst beteiligt und nicht passiv. Da muss sich auch die Schule umstellen. Nicht nach dem Motto: Friss, was wir vorgeben." Für die dreifache Mutter ist der Lehrerberuf aus vielerlei Hinsicht der Richtige. "Er ist wirklich geeignet, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Man kann die Wochenstunden gut reduzieren." Lehrerin zu sein ist aber nicht immer einfach. "Die Schüler beschweren sich häufig, dass ich nur eine 24-Stunden-Woche hätte - aber jede Stunde ist mit Anstrengungen verbunden. Man muss Schüler fortwährend motivieren." Dazu komme die Zeit, die man zu Hause arbeitet, betont Maria Rimbrecht: "Man muss vorbereiten, Projekte planen und am schlimmsten sind die vielen Korrekturen." ski