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Dem Unrat zu Leibe gerückt

Mittelbach-Hengstbach. Landauf, landab waren Tausende von tausende von Menschen in den letzten Tagen unterwegs, um Wald und Flur sowie ihre nähere Umwelt von Müll und Unrat zu befreien. Auch in Mittelbach-Hengstbach war nach einem Jahr Pause wieder ein Großreinemachen angesagt. nob

Insgesamt 36 Bürger trafen sich zur gemeinsamen Umwelt-Säuberungsaktion. Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (FWG) lobt den Zusammenhalt im Dorf, der sich besonders an diesem Umwelttag zeigte.

Die Einwohner, bewaffnet mit Schippen, Säcken und anderen Gegenständen kamen zum Sportplatz, wo sie in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Auch der Angelsportverein habe sich wieder beteiligt. Er nahm sich die Bickenalb vor. Die Aktion wurde vom UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) unterstützt, der einen Container zum Sammeln des Mülls sowie Greiferzangen und Warnwesten bereitgestellt hatte. Dettweiler staunte immer wieder, welch ein Unrat während der Aktion gefunden wird: "Neben Wohlstandsmüll sind das Radkappen, Pfandflaschen und diesmal auch ein Waschbecken." Gleich am Anfang hat einer der Helfer sogar einen Zehn-Euroschein gefunden. Dieser sei allerdings nicht in den Müllsack gewandert. Nicht weggeworfen worden, sei wohl auch die Tüte mit den beiden Salatköpfen: "De hat wohl jemand auf dem Heimweg verloren." Zum Schluss hatten die Teilnehmer sechs Säcke von Unrat aufgelesen. Besonders viel Müll habe am Rand der Durchgangsstraße gelegen. Dieser sei auf den ersten Blick von Passanten gar nicht wahrzunehmen. Erst bei näherem Hinsehen würden einem die Plastiktaschen und anderen Dinge ins Auge fallen. Nach der Arbeit trafen sich die Helfer im Dorfgemeinschaftshaus Mittelbach, wo sie von der dortigen Dorfgemeinschaft und den Landfrauen bewirtet wurden. Der Ortsvorsteher appelliert nach der Aktion noch einmal eindringlich, Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Jedem müsse schließlich an einem schönen Ortsbild gelegen sein - ob er nun in Mittelbach-Hengstbach wohne oder nur durchfahre.