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Das sind ja Aussichten!

 Der Aussichtsturm im Mauschbacher Bruch. Foto: cos
Der Aussichtsturm im Mauschbacher Bruch. Foto: cos
Mauschbach. Spätestens in drei Wochen soll alles fix und fertig sein, bei der neuesten touristischen Attraktion im Mauschbacher Bruch. Für rund 18 000 Euro lässt dort die Gemeinde eine hölzerne Aussichtsplattform errichten. Das Fundament schuf die Firma Dahlhauser aus Zweibrücken-Mörsbach Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Schwarz

Mauschbach. Spätestens in drei Wochen soll alles fix und fertig sein, bei der neuesten touristischen Attraktion im Mauschbacher Bruch. Für rund 18 000 Euro lässt dort die Gemeinde eine hölzerne Aussichtsplattform errichten. Das Fundament schuf die Firma Dahlhauser aus Zweibrücken-Mörsbach. Die rustikale Aussichtsplattform, die bewusst in der äußeren Gestaltungsform an einen Hochsitz erinnert, ist jetzt von Zimmerleuten des Zweibrücker Fachbetriebes Spanier errichtet worden. Aufgangstreppe und weitere Nebenarbeiten folgen in den nächsten Tagen und Wochen.Bis die Natur richtig erwacht ist und die Wanderer wieder durch Feld und Flur, vor allem durch die längst bekannte Bruchlandschaft zwischen Mauschbach und Dietrichingen streifen, sollen die Bauarbeiten jedenfalls abgeschlossen und die Plattform für die ihr zugewiesen Funktion freigegeben sein. Restarbeiten werden bis dahin in Eigenleistung verrichtet. Aus Kostenersparnisgründen, versteht sich. "Das Verschalen der oberen Plattform machen wir selbst. Bürger aus unserem Ort helfen dabei, der Nabu will uns gleichfalls helfen", sagt Ortsbürgermeister Helmut Tiedtke und ist überzeugt, dass es bei den Arbeitseinsätzen an Helfern nicht mangeln wird. Die Termine dafür sind noch nicht festgelegt. Aus Douglasienhölzern wurde der "Turm" hergestellt und das nicht ohne Hintergedanken. Diese Hölzer haben die Eigenschaft, dass sie mit der Zeit eine eigene Patina bilden, die ein zusätzliches Streichen mit Imprägnierungsstoffen überflüssig machen.

Die Idee zu der Aussichtsmöglichkeit wurde als "Ile-Projekt" geboren und spielt sozusagen dem Nabu, dem Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Zweibrücken, in die Hände. Sie alle wünschen sich schon längere Zeit einen solchen Turm. Schon jetzt ist das Mauschbacher Bruch mit seinen Pferden und der Herde Zottelrinder eine Attraktion. Eine Fläche von rund 13 Hektar steht den Tieren als Auslauf zur Verfügung. Kostverächter sind die Hochlandrinder wahrlich nicht, wie die schon weitgehend frei gefressenen Bruchwiesen erahnen lassen. "Die Dorfkinder und jene, die Sonntags mit ihren Eltern hier her kommen, sind vernarrt in die Rinder", sagt Tiedtke, der zusammen mit den Ratsmitgliedern noch einen Rundwanderweg initiiert hat. "Storchen- und Libellenweg" wird diese rund sechs Kilometer lange Wanderroute heißen, mit der Wegeausschilderung ist die Gemeinde derzeit befasst. "Die Kinder sind ganz vernarrt in die Rinder."

Helmut Tiedtke, Ortsbürgermeister von Mauschbach