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Contwig bekommt LED-Leuchten

 Viel zu tun: 815 Lampen müssen in der Ortsgemeinde Contwig ersetzt werden. Foto: lbsp
Viel zu tun: 815 Lampen müssen in der Ortsgemeinde Contwig ersetzt werden. Foto: lbsp FOTO: lbsp
Contwig. Als ökologischer Ausgleich für das Neubaugebiet Blumenstraße war eigentlich eine Streuobstwiese geplant. Die Landwirtschaftskammer ist dagegen. Stattdessen wird ein Steinbruch in Stambach renaturiert. Von Merkur-MitarbeiterFritz Schäfer

"Das Ganze rechnet sich nach sechs Jahren", stellte Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann (CDU) im Ortsgemeinderat (wir berichteten) bei der Beratung über die Auftragsvergabe an die Pfalzwerke zum Austausch der Straßenbeleuchtung fest. Der Rat stimmte zu. Vor einem Jahr hatte sich Contwig dem Bündelantrag der Verbandsgemeinde für eine energetische Sanierung der Beleuchtung angeschlossen. Inzwischen liegt der Bewilligungsbescheid des Projektträgers Jülich vor. "Wir müssen den Umtausch in diesem Jahr abwickeln", erklärte Bärmann.

Im Ortsteil Contwig kostet das 315 000 Euro, 200 000 Euro werden gefördert. Dazu gibt es noch einen Zuschuss der Pfalzwerke (Ludwigshafen) von 26 000 Euro. Im Ortsteil Stambach kostet es 60 000 Euro, 56 000 Euro werden gefördert. Dazu kommen noch rund 5000 Euro von den Pfalzwerken. Insgesamt werden rund 850 Leuchten getauscht. Bertram Schlachter (UWG) regte an, die Pfalzwerke zu fragen, ob sie eine Radwegbeleuchtung bezuschussen könnten. Bürgermeister Bärmann warnte, sich Hoffnungen zu machen. "Aber wir können nachfragen, was es geben könnte." Auch bei einem Zuschuss wäre es "eine Luxusausgabe".

Bereits im September 2012 hatte der Contwiger Rat eine Satzung für den Bebauungsplan Blumenstraße beschlossen. Als ökologische Ausgleichsmaßnahme hatte der Vorhabenträger des Baugebiets die Anlage einer Streuobstwiese angeboten. Doch die Landwirtschaftskammer war dagegen. Jetzt soll der ökologische Ausgleich in einem ehemaligen Steinbruchgelände in Stambach erfolgen. Der Gemeinderat stimmte der neuen Satzung zu. Auch im Bebauungsplan Seitershang gibt es eine Änderung. Auf Antrag des Landesbetriebs Mobilität wurde der Abstand zwischen der Bebauung und der Straße von 4,5 auf 7,5 Meter vergrößert. Der neue Plan wird in der Verwaltung ausgelegt. Nach Wertung der Stellungnahmen für den Bau des Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde-Werke an der Kläranlage in Contwig wurde die Satzung beschlossen.