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Erster Arbeitstag
Jetzt meldet sich auch Feuerwehr-Chef krank

 Josef Schun am Dienstag auf dem Weg zur Morgenbesprechung.
Josef Schun am Dienstag auf dem Weg zur Morgenbesprechung. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Bei Belegschaft umstrittener Josef Schun kam am Dienstag nur kurz wieder zur Arbeit in Saarbrücken. Von Matthias Zimmermann

Josef Schun ist am Dienstagmorgen wieder auf seinen Posten als Leiter der Berufsfeuerwehr zurückgekehrt. Auf den Weg dahin begleitete ihn der Saarbrücker Sicherheitsdezernent Harald Schindel (Linke). Der Tag begann mit einer Sitzung des Wachmannschaftsbeirats unter Leitung von Bürgermeister Ralf Latz (SPD). Während der morgendlichen Besprechung sollte der in weiten Teilen der Belegschaft wegen seines Führungsstils umstrittene Feuerwehrchef erklären, wie er sich künftig die Zusammenarbeit mit der Mannschaft vorstellt. Entsprechendes soll Latz von Schun gefordert haben.

Als Schun nachmittags in der Feuerwache 1 seine Amtsgeschäfte offiziell übernehmen sollte, kam er aber nicht: Nach Informationen unserer Zeitung meldete sich Schun kurzfristig krank, bis zum 29. April. Angeblich hatte die Stadt sein Erscheinen zuvor angeordnet, auch Latz und Schindel sollen schon da gewesen sein.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) hatte bis zuletzt versucht, Schun nicht mehr an die Spitze der Berufsfeuerwehr im Saarland zurückkehren zu lassen. Mitarbeiter werfen ihm einen autoritären Führungsstil vor. Das Oberwaltungsgericht (OVG) verschob zwar den vom Verwaltungsgericht gesetzten Termin, ließ grundsätzlich aber die Beschwerde an dem Richterspruch abblitzen. Stattdessen mussten Amtsärzte alle krankgeschriebenen Feuerwehrbeamte untersuchen. Zu Spitzenzeiten waren 98 Wehrleute außer Dienst, die Berufswehr zeitweise komplett ausgefallen. Freiwillige Feuerwehren im Regionalverband übernahmen die Aufgabe. Aktuell sind nach Angaben der Stadt noch 59 Berufsfeuerwehrbeamte der knapp 200 Feuerwehrbediensteten krank.