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CDU und Grüne warnen: Stadt droht, Energiewende zu verschlafen

Zweibrücken. Die Stadt Zweibrücken droht bei der Energiewende den Anschluss zu verlieren. Das fürchten die Stadtratsfraktionen von CDU und Grünen. Der vor Ort produzierte Strom aus erneuerbaren Energieträgern decke nicht einmal neun Prozent des Gesamtverbrauchs - während es im Bundesdurchschnitt 24 Prozent seien. red

"Das somit brachliegende Potenzial für regionale Wertschöpfung, Klimaschutz und Versorgungssicherheit wollen die Fraktionsvorsitzenden von CDU und Grünen jetzt zum Thema einer parteiübergreifenden Initiative machen", teilten Christoph Gensch (CDU ) und Norbert Pohlmann (Grüne) am Freitag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

"Wir möchten Impulsgeber eines parteiübergreifenden Projektes zur Stärkung der erneuerbaren Energien in Zweibrücken werden", lautet der Anspruch beiden Fraktionschefs. Ferner sei wichtig, dass die Bürger auch künftig Energie zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung gestellt bekämen. Beide Fraktionssprecher betonen, dass Aspekte des Klimaschutzes und der Verringerung von CO{-2}-Emissionen bei ihren Überlegungen ebenso eine Rolle spielen wie die Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Beide sehen Chancen der Region im Bereich der regenerativen Energieversorgung vor allem bei Solarenergie , Biomasse, Blockheizkraftwerken, Kraft-Wärme-Kopplung und Energieeffizienzmechanismen. Wesentliche Potenziale sehen beide auch weiterhin bei der Nutzung von Solarenergie . "Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten, Dächer öffentlicher Gebäude als Standorte für Photovoltaikanlagen zu nutzen", heißt es in der Pressemitteilung.

Prüfen wollen die Initiatoren, inwiefern sich Gelände an der A 8 im Flugplatzgelände-Bereich für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage nutzen lassen. Als unmittelbare Abnehmer seien die benachbarten Gewerbegebiete mit den Style Outlets, Terex und Kubota denkbar.

Chancen lägen ebenso im Bereich Nahwärmenetze wie auch im Bereich von Wasserkraft und bei der Energieeffizienz.