| 23:45 Uhr

Kreisparteitag
CDU sieht sich als treibende Kraft in der Region

Christof Reichert.
Christof Reichert. FOTO: Norbert Schwarz/pma / Norbert Schwarz
Südwestpfalz. Christof Reichert wurde mit breiter Mehrheit als Kreisvorsitzender bestätigt. Von Norman Fritzinger

Neben dem Vortrag des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach standen die Vorstandsneuwahlen im Vordergrund beim Kreisparteitag der Christdemokraten am Montag im Münchweiler Bürgerhaus. Mit überwältigender Mehrheit bestätigten die 198 stimmberechtigten Mitglieder den Kreisverbandsvorsitzenden Christof Reichert (Hauenstein) im Amt, der nur zehn Gegenstimmen hinnehmen musste. Bei 19 Nein-Stimmen zur neuen Stellvertreterin gewählt wurde Anja Pösse, die das „Stellvertreter-Trio“ mit Thomas Peifer (fünf Nein-Stimmen) und Timo Hornung komplettiert, der nach eigener Aussage „schon ganz traditionell“ mit 39 Ablehnungen die meisten Gegenstimmen auf sich versammelte.

„Die CDU ist die treibende Kraft in der Südwestpfalz“, hielt Reichert in seinem Rechenschaftsbericht fest. Grund dafür sei, dass der Kreisverband die Nähe zu den Bürgern habe und die Probleme in der Region konsequent angehe. Auch als sich bei den Landtagswahlen 2016 die Erwartungen der Partei nicht erfüllt hätten, sei die CDU in der Südwestpfalz als klarer Sieger hervorgegangen. Nicht zuletzt deshalb, weil mit Susanne Ganster eine optimale Kandidatin zur Verfügung gestanden habe.

Nicht minder erfolgreich aus Sicht der Kreis-CDU ist auch die Landratswahl im vergangenen Jahr verlaufen, bei der Ganster zur neuen Landrätin gewählt wurde. „Mittlerweile hat sie deutlich gezeigt, dass sie nicht nur Landtag, sondern auch Landrat kann“, lobte der Vorsitzende die Fähigkeiten der 41-Jährigen. Dabei vergaß er nicht, die Lebensleistung ihres Amtsvorgängers Hans Jörg Duppré zu würdigen.



Wichtigstes Thema muss laut Reichert auch in Zukunft sein, die Sorgen und Nöte der Bürger noch stärker in die Politik aufzunehmen. Als Beleg, dass die CDU das könne, schnitt der Vorsitzende verschiedene erfolgreiche Sachthemen wie den Wiederanschluss von Höheinöd an die Autobahn 62, die Sanierung der Bahnhaltepunkte und die Aufnahme der Bundesstraße 10 in den Bundesverkehrswegenetzplan an.

Doch nicht nur die Verkehrsinfrastruktur, auch der Ausbau der Datenautobahn sei eines der prägenden Themen, dem sich die CDU widme. Ziel sei es, im ganzen Landkreis möglichst zügig einen flächendeckenden Breitbandausbau zu erreichen und die Chancen, die sich durch die Digitalisierung böten, in der Arbeitswelt zu nutzen. All dies führe zu einer Stärkung des heimischen Wirtschaftsstandortes.

Immer stärker entwickle sich auch die Tourismusbranche, die mit steigenden Gästezahlen aufwarten könne und mit einer jährlichen Wertschöpfung von etwa 50 Millionen Euro einen bedeutenden Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Region liefere.

Nicht minder wichtig sei der CDU ein hochwertiges, qualitatives Bildungsangebot, wozu der Landkreis in den letzten Jahren rund 50 Millionen Euro in alle weiterführenden Schulstandorte investiert habe. Dennoch sei die CDU mit ihren Vorhaben noch lange nicht am Ziel und so gelte es, sich ständig weiterzuentwickeln und die Hebel auch dort anzusetzen, wo künftig Probleme auf die Region zusteuern.

Allen voran nannte Reichert dabei die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land, was die Landesregierung „völlig verschlafen“ habe und was angesichts des hohen Durchschnittsalters der Ärzte auf dem Land auch eines der Kernthemen sei, dem sich die CDU-Landtagsfraktion widme.