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Bürgerinitiative zählt Verkehr zur Deponie

Zweibrücken. „Der Termin ist aus unserer Sicht in sachlicher und fairer Atmosphäre verlaufen“, sieht die SGD Süd den Erörterungstermin in der Festhalle positiv. Weniger zufrieden zeigt sich hingegen die Bürgerinitiative. Die kündigt nun eine Verkehrszählung an. Eric Kolling

Die Genehmigungsbehörde SGD Süd zieht ein positives Fazit des zweitägigen Erörterungstermins zur beantragten Laufzeitverlängerung der Mörsbacher Mülldeponie. Dieser lief über zwei Tage (wir berichteten). SGD-Sprecherin Ulrike Schneider sagte dem Merkur auf Anfrage: "Der Termin ist aus unserer Sicht in sachlicher und fairer Atmosphäre verlaufen. Die Einwendungen wurden gründlich erörtert." Da nun die Einwendungen, Anträge und Stellungnahmen sehr sorgfältig geprüft würden, werde dies mehrere Monate in Anspruch nehmen. Schneider: "Zunächst wird das Ergebnisprotokoll des Erörterungstermins fertiggestellt. Die Einwendungen und Stellungnahmen werden unter Berücksichtigung der mündlichen Erörterung beim Erörterungstermin sorgfältig geprüft. Die Anträge werden ebenso geprüft und das Ergebnis wird in die Entscheidung einfließen." Die SGD Süd werde von einem eigenen Gutachter beraten und unter Berücksichtigung von dessen Stellungnahmen entscheiden, ob noch Gutachten eingeholt oder nachgebessert werden müssen. "Zu einzelnen Einwendungen oder Anträgen werden wir eventuell andere Fachbehörden noch um Stellungnahme bitten oder intern mit den entsprechenden Fachleuten besprechen", schildert Schneider weiter. UBZ-Chef Werner Boßlet, der der Veranstaltung ferngeblieben war, weil er sich krank gemeldet hatte, plädiert dafür, der SGD Süd nun die Chance zu geben, "sich ohne Hektik ihr eigenes Bild zu schaffen". Wegen der einzurichtenden Messstellen für die Luft-Belastung wolle man in Kürze mit der der Behörde reden, das Thema auch in den Zweibrücker Bauausschuss bringen. Die Erörterung selbst bewertete Boßlet als "ganz vernünftigen Dialog" - von neutralen Zuhörern hätte er die Rückmeldung bekommen, dass die UBZ-Aussagen "gut und einleuchtend" gewesen seien. Boßlet: "Wir haben mit offenen Karten alle Punkte abgehandelt. Man muss auch der SGD großes Lob für den Ablauf zollen." Dennis Nizard, Vorsitzender der Bürgerinitiative Mörsbach (BI), blickt auf den Erörterungstermin hingegen mit "gemischten Gefühlen" zurück. "Wir haben alle Belange vorgetragen, aber für uns ist auch nach dem Termin kein Ende. Wir werden die SGD weiter über aktuelle Geschehnisse informieren." Außerdem sei über Wochen eine Verkehrszählung an den Anfahrtsstraßen zur Deponie geplant. Beim Erörterungstermin hatte UBZ-Vize Eckart Schwarz berichtet, man habe die Anliefer-Fahrer zwischen 10. und 24. März befragt, über welche Strecke sie angefahren seien. Lediglich drei hätten die Route durch Kirrberg benutzt - Angaben, die die BI allerdings anzweifelt.