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| 22:25 Uhr

Blumenfelder locken Selbstpflücker auf den Acker

Blumen zum Selberschneiden sind sehr beliebt. Foto: Peter Steffen/dpa
Blumen zum Selberschneiden sind sehr beliebt. Foto: Peter Steffen/dpa
Bad Kreuznach. Mit dem Frühling erblühen in Rheinland-Pfalz derzeit die ersten Blumenfelder zum Selberpflücken an den Straßenrändern. Viele Tulpen und Narzissen sind schon geerntet, nun folgen bald Gladiolen, Zinnien und die frühen Sonnenblumen, wie der Referatsleiter Gartenbau an der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach, Welmar Rietmann, erklärt

Bad Kreuznach. Mit dem Frühling erblühen in Rheinland-Pfalz derzeit die ersten Blumenfelder zum Selberpflücken an den Straßenrändern. Viele Tulpen und Narzissen sind schon geerntet, nun folgen bald Gladiolen, Zinnien und die frühen Sonnenblumen, wie der Referatsleiter Gartenbau an der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach, Welmar Rietmann, erklärt. Mehrere Dutzend Landwirte in Rheinland-Pfalz betreiben schätzungsweise diese blühenden Felder mit den Kassen. Jeder Blumenbauer pflegt bis zu 25 Felder - einzelne auch mehr. "Die können über eine ganze Region verteilt und bis zu 50 Kilometer voneinander entfernt sein", sagt Rietmann.Heute Mais, morgen Margeriten? Ganz so einfach ist das nicht. "Um ein Blumenfeld wirtschaftlich zu betreiben, sind einige Investitionen nötig", erklärt der Experte. Zunächst muss das Ackerstück verkehrsgünstig liegen, damit Autofahrer das Angebot auch sehen und gut anhalten können. "Ideal ist eine Lage außerhalb kleiner Ballungsräume und an Bundesstraßen mit vielen Pendlern." Der Acker muss nach den Worten von Rietmann absolut unkrautfrei sein und sollte grasbewachsene Zuwege haben. Um Blumenzwiebeln im großen Stil zu setzen, benötige ein Hof Spezialmaschinen.

Der Landwirt muss das blühende Blumenfeld auch regelmäßig betreuen: Kasse leeren, umgeknickte Pflanzen abschneiden, die Wege in Ordnung halten. Wie sieht es denn mit der Zahlungsmoral der Blumenliebhaber aus? "Dass jemand gar nicht zahlt, ist zwar die Ausnahme", sagt Rietmann. Aber: Die meisten Kunden legten weniger Geld in die Kasse, als die Blumen eigentlich kosten würden, weiß Rietmann. Nach den Erfahrungen der Landwirte ist es üblich, dass jemand beispielsweise zehn Gladiolen zum Preis von 80 Cent das Stück mitnimmt - aber nur fünf bezahlt. Durch die Mogelei gingen den Höfen etwa die Hälfte des eigentlichen Umsatzes verloren.

Nach Einschätzung des Gartenbauexperten ist der Markt für Blumenfelder noch nicht gesättigt. "Es gibt einen Trend zum Selberpflücken", sagt Gartenbau-Referatsleiter Rietmann. Viele Menschen wollten wissen, wo ihre Lebensmittel - oder auch Blumen - herkommen. dpa

"Dass jemand

gar nicht zahlt, ist

die Ausnahme."

Referatsleiter Gartenbau an der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach, Welmar Rietmann, zur Zahlungsmoral von Selbstpflückern