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| 22:08 Uhr

Besser leben mit Pinguinen

Im Internet-Lexikon Wikipedia wird im Artikel über Pinguine unter anderem eine sehr schöne Theorie referiert, die verschiedene Antarktis-Reisende unabhängig voneinander über die schwarz-weißen Tiere geäußert haben sollen: "Sie seien von den Vögeln selbst für lediglich etwas seltsam gebaute Pinguine gehalten worden." Und daher bis zum Beweis des Gegenteils nicht angegriffen oder als Gefahr gesehen worden. Jan Althoff

Ob das stimmt? Und wenn ja, was denkt Pinguin A konkret, wenn Mensch B vor ihm steht? "Wie bist du denn so groß geworden?" - "Warum sind eigentlich deine Federn so hässlich?" - Oder doch, wie jedes Kind, wenn ein Besucher kommt: "Hast du mir was mitgebracht?".

Man wird es wohl nie erfahren. Aber man kann es einfach mal behaupten und der bereits jetzt existierenden Fülle an griffigen Handreichungen zur besseren Lebensgestaltung ein weiteres Element hinzufügen: das Pinguin-Prinzip. Das hieße dann "Suche im Gegenüber das Gemeinsame" oder so ähnlich. Vermutlich müsste man an der Formulierung noch etwas feilen. Übersetzt hieße es etwa: Mitmensch XY mag dir bekloppt erscheinen - aber wer sagt denn, dass nicht in Wirklichkeit du der Bekloppte und XY der Normale ist? Oder, um es ans Kölsche Grundgesetz angelehnt zu formulieren: "Jeder Jeck is anders - äwwer jeck sin se all!"

Diese Geisteshaltung vermittelt eine gesunde Distanz zu den eigenen Wertvorstellungen und Vorurteilen und feit den, der sie sich zu Eigen macht, zuverlässig vor jeder Art von Extrem-, Fanat- und anderen Ismen. Unter Pinguinen scheint das zu funktionieren. Ich habe jedenfalls noch nie etwas von fanatisierten Exemplaren gehört. Und das, obwohl an den meisten Pinguinen-Arten von Natur aus alles nur schwarz-weiß ist.