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Befürworter sollen Gelände selber pachten

CampingplatzBefürworter sollen Gelände selber pachten Zu "Biergarten statt Campingplatz" (Merkur vom 24. März) Eine Schnapsidee ist es, die den Biergartenbefürwortern da eingefallen ist; nur wenige scheinen hiervon noch nicht besoffen zu sein. Über 30 Biergärten aller Art haben wir in Zweibrücken

Campingplatz

Befürworter sollen Gelände selber pachten



Zu "Biergarten statt Campingplatz" (Merkur vom 24. März)

Eine Schnapsidee ist es, die den Biergartenbefürwortern da eingefallen ist; nur wenige scheinen hiervon noch nicht besoffen zu sein. Über 30 Biergärten aller Art haben wir in Zweibrücken. Will man gegen diese jetzt mit dem Geld der Gewobau-Mieter anstänkern? Will man den privaten Gastronomen das Geschäft wegnehmen?

Den Campingplatz gibt es in der Stadt nur einmal. Es scheint auch keiner überlegt zu haben, wie oft wir hier Biergarten-Wetter haben. Es gab Jahre, da waren die Biergärten - auf Tage gerechnet - weniger als einen Monat in Betrieb. Ich besuche auch gelegentlich den Biergarten am Campingplatz. Da waren immer mehrere Tische frei. Wo soll da der Bedarf sein? Wer auf Touristen spekuliert, die wegen eines Mega-Biergartens kommen sollen, vergisst all die Wanderhütten mit ihren Biergärten, das Wallhalbtal, die Biergarten-Gastronomie im Saarpfalz-Kreis, in und um Hornbach, kurz: Diejenigen haben halt keine Ahnung oder noch nie einen Biergarten besucht.

Das Grundübel ist seit Jahren nicht gelöst: Warum ist der Campingplatz defizitär? Warum geht man diesem Problem nicht auf den Grund?

Ich will aber den Biergarten-Propagandisten nicht ganz den Tag versauen: Sie erhalten meine Unterstützung, wenn sie das Gelände auf eigene Rechnung von der Gewobau pachten, den Biergarten herrichten und vom Campingplatz-Betreiber führen lassen. So zeigen sie, dass sie keine Sprücheklopfer auf Kosten anderer Leute sind, sondern ihren Worten eigene Taten folgen lassen. Martin Krück, Zweibrücken