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Bauarbeiten nähern sich dem Ende

 Die Trasse für den vierspurigen Ausbau der Autobahn 62 bei Höheinöd ist bereits angelegt, momentan wird an der Oberflächenentwässerung gearbeitet. Foto: Glöckner
Die Trasse für den vierspurigen Ausbau der Autobahn 62 bei Höheinöd ist bereits angelegt, momentan wird an der Oberflächenentwässerung gearbeitet. Foto: Glöckner FOTO: Glöckner
Höheinöd. Das Schicksal der einst als Provisorium angelegten Anschlussstelle Höheinöd steht mit dem Ausbau der A 62 weiter auf der Kippe. Nach LBM-Angaben wartet man noch auf die aktualisierte Version eines Gutachtens. Guido Glöckner

Der vierspurige Ausbau der Autobahn 62 bei Höheinöd macht sichtbare Fortschritte, bis Ende Juli sollen die dritte und vierte Fahrspur fertig sein. Dagegen entwickelt sich die Frage nach der Zukunft der Anschlussstelle Höheinöd zu einer Hängepartie, denn eine Antwort lässt weiterhin auf sich warten. Die 3,6 Kilometer lange Teilstrecke bei Höheinöd , die für 4,2 Millionen Euro auf vier Spuren verbreitert wird, macht rasche Fortschritte. Die Trasse ist längst angelegt, momentan wird von der Baufirma Stutz aus dem hessischen Kirchheim die neue Entwässerung angelegt. In den nächsten Tagen ist mit dem Beginn der Asphaltarbeiten zu rechnen. "Anvisiert wird eine Fertigstellung des vierspurigen Ausbaus bis Ende Juli/Anfang August", berichtet Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Kaiserslautern.

Während der vierspurige Ausbau also vorankommt, herrscht Stillstand in der Diskussion um die Zukunft der Anschlussstelle Höheinöd . Bislang - auf der zweispurigen Schnellstraße - gab es über den Parkplatz Höheinöd eine Anschlussstelle, mit der die Ortsgemeinde direkt an die Autobahn 62 angebunden war. Im Zuge des vierspurigen Ausbaus ist sie nun in Frage gestellt worden vom Bundesverkehrsministerium, weil es sich lediglich um ein Provisorium für die Schnellstraße gehandelt hat, nicht aber um eine reguläre Anschlussstelle für eine vierspurige Autobahn - befürchtet wird vom Verkehrsministerium unter anderem, dass Autofahrer in der falschen Richtung auf die Autobahn auffahren können. Die Überlegungen, die Auf- und Abfahrt Höheinöd zu schließen, hat zu breit angelegten Protesten in der Region geführt.

LBM prüft Anschluss

Nachdem die Schließung nicht einfach akzeptiert wird, prüfen momentan der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz und das Bundesverkehrsministerium, ob die Anschlussstelle erhalten werden kann. Seit Wochen und Monaten ist aber wenig zu hören darüber, was auch seinen Grund hat, so Lutz: "Es wurde zunächst ein Gutachten in Auftrag gegeben, das aber noch einmal überarbeitet werden muss." Die zweite Version liege noch nicht vor, sodass es auch keine neuen Entwicklungen und Entscheidungen gebe derzeit. In den nächsten Wochen rechnet der LBM-Leiter aus Kaiserslautern mit der Vorlage des überarbeiteten Gutachtens, das sich mit einem Forderungskatalog an eine ordnungsgemäße Autobahnanschlussstelle an diesem Standort beschäftigt. Erst dann könne überhaupt gesagt werden, ob und wie es möglich ist, die Auf- und Abfahrt zu erhalten - und wie hoch die Kosten dafür sind.

Wie aber geht es nun weiter, wenn noch keine Entscheidung getroffen ist, die vierspurige Autobahn bei Höheinöd aber fertig ist? Auch diese Frage lässt sich momentan noch nicht mit letzter Sicherheit beantworten, aber vorstellbar ist sowohl eine Sperrung mit Tor oder Schranke für Rettungsfahrzeuge als auch die Beibehaltung des derzeitigen Provisoriums.