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Ausstellung über Abt Trithemius in Koblenz

Koblenz. Unter dem Titel "Benediktiner, Humanist, Kirchenreformer" ist im Landesbibliothekszentrum Koblenz vom 19. Januar an eine Ausstellung über den Abt Johannes Trithemius (1462-1516) zu sehen. Gezeigt würden Handschriften und Drucke mit Trithemius' Werken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert aus Bibliotheken in Rheinland-Pfalz, die den Reichtum der Überlieferung in diesem Bundesland erkennen ließen, kündigten die Veranstalter gestern an. Das Landesbibliothekszentrum (LBZ) Rheinland-Pfalz würdigt den Abt mit der Ausstellung, die am 500. Todestag am 13. Dezember 2016 im LBZ Speyer eröffnet wurde und nun bis zum 17. Februar in Koblenz präsentiert wird. epd

Unter dem Titel "Benediktiner, Humanist, Kirchenreformer" ist im Landesbibliothekszentrum Koblenz vom 19. Januar an eine Ausstellung über den Abt Johannes Trithemius (1462-1516) zu sehen. Gezeigt würden Handschriften und Drucke mit Trithemius' Werken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert aus Bibliotheken in Rheinland-Pfalz, die den Reichtum der Überlieferung in diesem Bundesland erkennen ließen, kündigten die Veranstalter gestern an. Das Landesbibliothekszentrum (LBZ) Rheinland-Pfalz würdigt den Abt mit der Ausstellung, die am 500. Todestag am 13. Dezember 2016 im LBZ Speyer eröffnet wurde und nun bis zum 17. Februar in Koblenz präsentiert wird.

Der 1462 in Trittenheim an der Mosel geborene Johannes Trithemius ist einer der bedeutendsten deutschen Gelehrtenpersönlichkeiten in den Jahrzehnten um 1500. Er trat 1482 in das Benediktinerkloster Sponheim ein und wurde schon im Folgejahr Abt. Neben der Förderung der monastischen Reform im Rahmen der Bursfelder Kongregation vermehrte er den Bestand der Bibliothek erheblich. Aufgrund von Widerständen in seinem Konvent wechselte er 1506 als Abt an das Würzburger Schottenkloster, wo er am 13. Dezember 1516 starb. Trithemius schuf im Spannungsfeld von Klosterreform und Humanismus ein vielfältiges Werk, aus dem der "Liber des scriptoribus ecclesiasticis" herausragt, die erste neuzeitliche Biobibliographie überhaupt, wie es hieß.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von zehn bis 19 Uhr, Samstag von zehn bis 13 Uhr.