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Gebühren ändern sich
Abfallverband: Verwerter arbeiten enger zusammen

Südwestpfalz. Abfallzweckverband Zas berät am Donnerstag. Von Franz Pioth

Der Zweckverband Abfallverwertung Südwestpfalz (Zas) und die Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen GmbH (GML) bauen ihre Zusammenarbeit in den nächsten Jahren weiter aus. Dazu soll bei der Zas-Versammlung an diesem Donnerstag im Ratssaal ein neuer Kooperationsvertrag geschlossen werden. Vorgesehen ist, dass der Zas in dem kommenden fünf Jahren im Durchschnitt 9500 Tonnen Gewerbeabfälle nach Ludwigshafen zur Verbrennung liefert. Im Gegenzug verpflichtet sich die GML, im Schnitt jährlich rund 14 000 Tonnen Hausmüll, Sperrmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle in Fehrbach verbrennen zu lassen. Die beiden Vertragpartner zahlen bis Ende 2023 für die dann tatsächlich angelieferten Abfallmengen 90 Euro netto je Tonne. Der neue Vertrag ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die GML ihr Müllheizkraftwerk in Ludwigshafen in großem Stil umbaut. Auf den drei Linien sollen schrittweise ab dem nächsten Jahr zwei der insgesamt drei Kessel erneuert werden. Deshalb will die GML auch auf freie Kapazitäten in Fehrbach ausweichen. In der GML sind die Städte Ludwigshafen, Frankenthal, Neustadt, Mannheim, Speyer und Worms sowie die Kreise Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Rhein-Pfalz und die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern, kommunale Anstalt der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern (Zak), zusammengeschlossen. Sie halten zusammen alle Gesellschaftsanteile.

Bei der Entgeltgebühr für Kleinanlieferer differenziert der Zas seit März nach Kunden aus dem Verbandsgebiet und solchen von außerhalb. Letztere müssen jetzt Mehrwertsteuer bezahlen, die der Zas dann wiederum ans Finanzamt abzuführen hat.

Bei Kleinanlieferern aus dem Zas-Gebiert wird keine Mehrwertsteuer fällig. Sie zahlen zum Beispiel für bis zu 450 Liter (ein Kofferraum mit Abfall) weiterhin die im November beschlossenen 25 Euro. Das Verbrennen von 400 Kilo kostet 100 Euro. Anlieferer von außerhalb des Zas-Gebiets müssen jetzt für diese Mengen 30 beziehungsweise 120 Euro bezahlen. Darin sind 4,79 und 19,16 Euro Mehrwertsteuer enthalten. Zum Entsorgungszweckverband gehören Pirmasens, Zweibrücken, Landau und die Kreise Südwestpfalz, Südliche Weinstraße sowie Germersheim.