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Abenteuerland für Klein und Groß

 Das Testerquartett bei der Arbeit. Von oben: Marieluise Böhm-Spiegel, Lena, Linda Jacobs-Maurer und Lara. Foto: Wille
Das Testerquartett bei der Arbeit. Von oben: Marieluise Böhm-Spiegel, Lena, Linda Jacobs-Maurer und Lara. Foto: Wille
Hornbach. Die Vorfreude ist Lara (drei), Lena (acht) und ihrer Mama Linda Jacobs-Maurer schon bei er Anfahrt auf den Abenteuerspielplatz in Hornbach anzusehen. Die Familie aus Zweibrücken hat sich bereit erklärt, den Abenteuerspielplatz zu testen. Mit dabei hatten die drei auch Oma Marieluise Böhm-Spiegel Von Merkur-Mitarbeiter Marco Wille

Hornbach. Die Vorfreude ist Lara (drei), Lena (acht) und ihrer Mama Linda Jacobs-Maurer schon bei er Anfahrt auf den Abenteuerspielplatz in Hornbach anzusehen. Die Familie aus Zweibrücken hat sich bereit erklärt, den Abenteuerspielplatz zu testen. Mit dabei hatten die drei auch Oma Marieluise Böhm-Spiegel. Kaum waren der Motor des Wagens abgestellt und die Türen geöffnet, rannten die Schwestern auch schon in Richtung des markantesten Teils des Platzes - der Rutsche. Sie liegt auf einem kleinen Hügel wesentlich höher als alle anderen Spielgeräte. Die Kinder werfen schon beim ersten Besteigen des "Berges" über Natursandsteine ihre Schuhe weg, um die erste Abfahrt zu nehmen. Ein gutes Zeichen, findet Mama Linda. Die ersten Pluspunkte hat das von Landschaftsarchitekt Stefan Laport geplante Gelände schon nach den ersten Sekunden erhalten. "Der Platz hat insgesamt eine tolle Mischung aus Spielgeräten für viele Generationen", findet Linda Jacobs-Maurer. Sowohl für Kinder die sich alleine austoben möchten als auch für die Kleinsten findet sich so manches wie ein Holzhaus, das mit einer kleinen Rutsche, Leitern und Kletternetzen begeistert. Per Flaschenaufzug können kleine Gummibecher mit dem Spielsand befüllt werden, den man dann wieder über Rohrsysteme durchrutschen lassen kann. Direkt nebenan wartet die nächste Attraktion. Ein Seilbahn, bei der es über mehrere Meter rasant von rechts nach links und wieder zurück geht, steht als nächste auf dem Testprogramm. Für Grundschülerin Lena kein Problem, sie kann sich schon alleine festhalten und den Fahrtwind genießen. Für Lara ist das noch etwas zu schwierig. Aber Mama Lena ist natürlich auch ganz neugierig, wie eine Fahrt sich anfühlt. Sie schnappt sich ihre Tochter und platziert sie auf ihrem Schoß.Ein kleines Drehkarussell, Wippe und Schaukel sind anschließend dran. Der grau bedeckte Himmel kann den Jacob-Mauerers die Laune schon längst nicht mehr vermiesen. Dann will Grundschülerin Lena ihre Turnkünste an der riesigen Kletterspinne zeigen. Die Möglichkeiten des pyramidenförmigen Seilgerüsts sind schien unbegrenzt.

Es sind schon ein paar Stunden seit der Ankunft vergangen. Zeit, für ein erstes Resümee zu ziehen. "Die Anlage ist sauber, gepflegt mit dem Sträucherzaun, Blumen, Rasenfläche. Mülleimer sind genügend vorhanden, stehen aber schon abseits der Spielgeräte, so dass Mücken oder Bienen nicht direkt angelockt werden", fass Oma Marieluise zusammen. Ihre Tochter Linda, die schon öfters für den Merkur als Spielplatztesterin unterwegs war, fällt direkt auf, "dass der ganze Platz einsehbar ist und man nicht ständig hinterherrennen und Angst haben muss". "Seit wir hier sind, sind hier höchsten zwei Autos vorbeigekommen, das ist natürlich ganz große Klasse", freut sie sich über die verkehrsberuhigte Lage am Mühlenradweg. Die Kinder sehen das natürlich mit ganz anderen Augen. "Also wenn ich dem Abenteuerspielplatz eine Schulnote geben müsste, dann eine Eins plus, denn es ist einer der Schönsten", gibt Lena zu Protokoll. Lara ist für eine Meinungsäußerung einfach noch zu jung. Aber immer wieder zieht es sie zu dem "Pirminiusturm" hin. Die Talfahrt auf der Edelstahlrutsche hat es ihr angetan. "Lena, Mama, Oma ihr müsst mitkommen", ruft sie den anderen immer wieder zu. Wie eine Bob-Mannschaft rasen die Vier jetzt im Minutentakt herab. "Schön, dass es mal eine Rutsche gibt, auf der auch die Erwachsenen mit ihren Kindern etwas gemeinsam erleben können", betonte Marieluise Böhm-Spiegel. Nur der Blick auf die Uhr stört die Aktion. "Oh je, schon so spät, wir müssen nach Hause und Abendessen machen."

Abschlussurteil der vier Testerinnen: Daumen noch oben. Hoher Spaßfaktor, Abwechslung, genügend Verweilmöglichkeiten, viel Sicherheit, Generationen übergreifende Spielgeräte und die Verbindunge zwischen Natur und Moderne runden das Ganze ideal ab. "Seit wir hier sind, sind hier höchsten zwei Autos vorbeigekommen, das ist natürlich ganz große Klasse."



Linda Jacobs-Maurer

Hintergrund

Von Andernach bis Worms ging der Architektur-Tag in Rheinland-Pfalz am Samstag du Sonntag in diesem Jahr mit der Rekordzahl von 80 neuen Wohnhäusern, Gärten, Verwaltungsgebäuden, dem Mosellum und einer Ortsplanung für "Wohnen mit Pferden" an den Start. Vor Ort standen die Architekten, Planer, Bauherren und Stadtvertreter den Interessierten oder Architekturfreunden bei der Objektbesichtigung zur Information zur Seite. Der 2009 für rund 80 000 Euro erneuerte Abenteuerspielplatz "Abenteuerland" in Hornbach war aus der Umgebung Zweibrückens mit dabei. Sicherheitsaspekte in Zusammenspiel mit Naturmaterialien mit Bezug auf das Stadtbild aber auch der Einsatz von modernen Materialien standen im Bebauungskonzept von Planer Stefan Laport. mw