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Ab 2016 vierspurig bis Hinterweidenthal

Spatenstich für den letzten Bauabschnitt des vierspurigen B 10-Ausbaus zwischen Höheischweiler und Hinterweidenthal: Während der Verkehr oben vorbeifloss, wurde gestern unten im Tal der Startschuss gegeben. Foto: Glöckner
Spatenstich für den letzten Bauabschnitt des vierspurigen B 10-Ausbaus zwischen Höheischweiler und Hinterweidenthal: Während der Verkehr oben vorbeifloss, wurde gestern unten im Tal der Startschuss gegeben. Foto: Glöckner
Hinterweidenthal. Fast muss von einem historischen Tag gesprochen werden. Mit dem ersten Spatenstich gestern für den vierspurigen B 10-Ausbau zwischen der Walmersbach und Hinterweidenthal hat die letzte Etappe auf dem Weg zur vierspurigen Bundesstraße zwischen der Autobahn A 8 bei Höheischweiler und Hinterweidenthal begonnen Von Merkur-Mitarbeiter Guido Glöckner

Hinterweidenthal. Fast muss von einem historischen Tag gesprochen werden. Mit dem ersten Spatenstich gestern für den vierspurigen B 10-Ausbau zwischen der Walmersbach und Hinterweidenthal hat die letzte Etappe auf dem Weg zur vierspurigen Bundesstraße zwischen der Autobahn A 8 bei Höheischweiler und Hinterweidenthal begonnen. 3,8 Kilometer lang ist dieser Bauabschnitt, der 34 Millionen Euro kostet. Mit dem Spatenstich an der Abfahrt nach Lemberg-Salzwoog werden die ersten vier Millionen Euro verbaut. Diese Summe wird gebraucht, damit das Bauunternehmen Theisinger & Probst aus Pirmasens eine 2,2 Kilometer lange Verbindungsstraße neben der Bundesstraße durch die Walmersbach baut. Diese zusätzliche Strecke dient zwei Zwecken: Während der Bauphase soll sie den B 10-Verkehr aufnehmen, danach ist sie für langsame Fahrzeuge, die auf der Schnellstraße nicht mehr fahren dürfen, Ausweichstrecke zwischen Ruppertsweiler und Hinterweidenthal.Auch mit einem zweiten Bauprojekt dieses Streckenabschnittes soll noch in diesem Jahr begonnen werden, einer Grünbrücke, damit das Wild gefahrlos die Bundesstraße überqueren kann. Dieses 4,9 Millionen Euro teure Bauwerk ist bereits ausgeschrieben, Baubeginn soll im Herbst sein."Signalwirkung", wie es Julia Klöckner (CDU), die parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesverbraucherministerium als Vertreterin von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nannte, hatte der erste Spatenstich gestern sicher. Denn während der B 10-Ausbau am Haseneck in Pirmasens langsam Formen annimmt, wurde nun mit dem Baubeginn in der Walmersbach ein Zeichen gesetzt, dass es ohne Verzögerung weiter geht. Allerdings folgt die ernüchternde Nachricht für die Autofahrer auf dem Fuß, denn erst 2016 ist nach Klöckners Worten mit der Fertigstellung zu rechnen.Dass es keine Alternative zu einem vierspurigen B 10-Ausbau gibt, machte Klöckner anhand der Prognosen für das Verkehrsaufkommen deutlich. 18 000 Fahrzeuge passieren täglich die Walmersbach, in zehn Jahren sollen es mit 35 000 Fahrzeugen fast doppelt so viele sein. Leistungsfähiger und sicherer werde die "wichtigste Ost-West-Verbindung im südlichen Rheinland-Pfalz" mit den vier Spuren, betont Staatssekretärin Klöckner. 22 der 34 Millionen Euro, die im Streckenabschnitt Walmersbach-Hinterweidenthal verbaut werden, stellt der Bund über das Konjunkturpaket bereit. Die Restsumme sagte sie gestern zu.Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) bekräftigte, dass es "Ziel der Landesregierung ist, die B 10 Abschnitt für Abschnitt möglichst rasch vierstreifig zu vervollständigen". Bei Hinterweidenthal könne nicht Schluss sein, so Hering, der auf die Planungen für einen vierstreifigen Ausbau zwischen Landau und Godramstein in der Vorderpfalz verwies. Es müsse also weiter in den Straßenbau investiert werden, lautete seine Schlussfolgerung, mit der er Klöckner widersprach. Denn sie hatte zuvor erklärt, dass nach Rekordinvestitionen über das Konjunkturpaket künftig weniger Geld für den Straßenbau bereit stehe.