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23-Jährige nach Messerattacke auf Pfarrer in Haft

Ludwigshafen. Ein 70 Jahre alter Pfarrer ist nachts in seinem Haus in Ludwigshafen überfallen und mit Messerstichen verletzt worden. Als Tatverdächtige wurde gestern eine 23 Jahre alte Frau aus Ludwigshafen festgenommen, sie kam am Abend in Untersuchungshaft. Der Verdacht gegen einen ebenfalls festgenommenen 35 Jahre alten Mann bestätigte sich nach Mitteilung der Polizei zunächst nicht

Ludwigshafen. Ein 70 Jahre alter Pfarrer ist nachts in seinem Haus in Ludwigshafen überfallen und mit Messerstichen verletzt worden. Als Tatverdächtige wurde gestern eine 23 Jahre alte Frau aus Ludwigshafen festgenommen, sie kam am Abend in Untersuchungshaft. Der Verdacht gegen einen ebenfalls festgenommenen 35 Jahre alten Mann bestätigte sich nach Mitteilung der Polizei zunächst nicht. Er wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Pfarrer musste operiert werden, war nach Angaben der Ärzte aber nicht in Lebensgefahr. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Die Tat hatte sich bereits in der Nacht zum Montag ereignet, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen aber zunächst geheim gehalten, wie die Polizei gestern mitteilte. Die Täter waren auf noch ungeklärte Weise in das Pfarrhaus im Stadtteil Oggersheim eingedrungen, wie die Polizei mitteilte. Sie weckten den Pfarrer und stachen dann sofort auf den völlig überraschten und wehrlosen Geistlichen ein - nach Angaben einer Polizeisprecherin "um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen". Sie zwangen ihr Opfer, einen Tresor zu öffnen und nahmen daraus Bargeld in noch unbekannter Höhe. Außerdem erbeuteten sie eine EC-Karte und erpressten die Geheimnummer. Die Polizei hatte nach der Tat eine Sonderkommission "Pfarrhaus" eingerichtet. Die kam den mutmaßlichen Tätern auch schnell auf die Spur. Diese hatten mit der EC-Karte des Pfarrers an einem Automaten Geld abgehoben und wurden dabei gefilmt. "Das war eine entscheidende Spur von mehreren", sagte die Polizeisprecherin. Sie sprach von einem "brutalen und kaltblütigen Raubüberfall" auf den Geistlichen. dpa