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Polizei Rheinland-Pfalz
Mehr Geld für Verpflegung von Polizisten

Mainz. Ohne Mampf kein Kampf: Rheinland-Pfalz zahlt für die Verpflegung von Polizisten im Einsatz vom 1. Januar 2020 an etwas mehr Geld. Die Tagespauschale steigt von 6,96 auf 7,23 Euro, wie Innenminister Roger Lewentz (SPD) in Mainz auf eine Anfrage der CDU-Landtagsopposition antwortete.

Schon zu Jahresbeginn 2019 hatte sich der Verpflegungssatz erhöht. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Rheinland-Pfalz sprach wegen der Verteuerung von Lebensmitteln von nur einem kleinen Schritt in die richtige Richtung. Für eine gute abwechslungsreiche Verpflegung während größerer Einsätze seien auch 7,23 Euro zu wenig.

Nach dem Polizeieinsatz bei der Trauerfeier für Ex-Kanzler Helmut Kohl im Sommer 2017 in Ludwigshafen und Speyer hatte es Kritik am Essen gegeben. „Zu wenig“, „einfachste Qualität“ und nach etlichen Einsatzstunden „unansehnlich bis eklig“, hatte die GdP kritisiert. Bei der zentralen Feier zur deutschen Einheit im Oktober 2017 in Mainz beklagte die GdP fehlende oder zu späte Verpflegung für die Polizei. Das Land reagierte neben der leichten Anhebung der Pauschale mit der Einsetzung einer polizeiinternen Arbeitsgruppe für Verbesserungen.

Zu Kritik kommt es indessen immer noch. Laut Innenministerium wurde etwa im Mai 2019 in Mainz ein Hackbraten „wegen mangelnder Akzeptanz“ aus dem Sortiment genommen. Außerdem würden zu geringe Abwechslung beim Essen und zu wenig Getränke kritisiert.



Insgesamt sprach Minister Lewentz aber von nun mehr Obst und Gemüse, Vollkorn- neben Weizenbrötchen und möglichst regionalen Produkten. Polizisten sollten nach seinen Worten im Einsatz nach Möglichkeit warm essen. Sonst bekämen sie Lunchbeutel. Keinen klimafreundlichen regionalen Bezug gibt es laut GdP-Landesvize Stefanie Loth beim Mineralwasser für Polizeieinsätze: „Das kommt aus Österreich.“