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Mandelbachtal
„Land unter“ in vielen Orten

Ein aus den Angeln gehobener Tank eines Heizöllieferanten in Bebelsheim gehörte auch zu den Unwetterschäden in der Gemeinde Mandelbachtal.
Ein aus den Angeln gehobener Tank eines Heizöllieferanten in Bebelsheim gehörte auch zu den Unwetterschäden in der Gemeinde Mandelbachtal. FOTO: Michael Schrögler
saarpfalz-kreis. 150 Einsätze für Wehr. „Bösartiger Zwischenfall“: Anwohner attackieren Helfer. red

Das schwere Unwetter in der vergangenen Woche hat auch die Wehren in der Gemeinde Mandelbachtal in Atem gehalten. Wie Wehrsprecher Michael Abel gestern unserer Zeitung mitteilte, wurde die Feuerwehr Mandelbachtal zu 150 Einsätzen gerufen. Einsatzschwerpunkte waren hier der gesamte Ort Bebelsheim, die Eschringer Straße in Bliesmengen-Bolchen sowie das Weiler Gräfinthal. Punktuell waren auch Ommersheim, Erfweiler-Ehlingen und Habkirchen betroffen. In Bebelsheim war zudem die Kaiserstraße (Bundesstraße 423) aufgrund eines Erdrutsches nicht mehr befahrbar. Enorme Wassermassen verhinderten auch die Einsatzbereitschaft der Bebelsheimer Wehr. Die Ausfahrt des Gerätehauses war von Wassermassen überflutet. Im Weiler Gräfinthal waren zwei Gastronomiebetriebe überschwemmt. Drei Menschen mussten von der Feuerwehr evakuiert werden, nachdem sie das Anwesen nicht mehr verlassen konnten. Die Naturbühne Gräfinthal stand bis zum 13. Rang unter Wasser. Deshalb konnte die für vergangenen Sonntag festgesetzte Generalprobe nicht wie geplant stattfinden.

„Zu einem bösartigen Zwischenfall kam es in Bliesmengen-Bolchen in der Eschringer Straße. Mitglieder der Feuerwehr wurden von Anwohnern mit Feuerwerkskörpern beworfen. Hier mussten alarmierte Kräfte der Polizei für Ruhe und einen reibungslosen Einsatz sorgen“, wie Michael Abel weiter mitteilt. In einem Anwesen in der Eschringer Straße kippten Heizöltanks, sodass zusätzlich Teileinheiten des Gefahrstoffzuges alarmiert werden mussten, um den auslaufenden Brennstoff umweltgerecht aufzunehmen. Insgesamt waren 158 Kräfte der Feuerwehr Mandelbachtal aus allen acht Löschbezirken im Einsatz, wie Wehrsprecher Abel abschließend weiter mitteilt.