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Seit fünf Jahren
Kloster Maria Laach bleibt ohne gewählten Abt

  Die Bendediktinerabtei Maria Laach hat weiterhin keinen gewählten Abt. Nach der Unterbrechung der Wahl im Mai zeichnet sich noch kein Abschluss ab.
Die Bendediktinerabtei Maria Laach hat weiterhin keinen gewählten Abt. Nach der Unterbrechung der Wahl im Mai zeichnet sich noch kein Abschluss ab. FOTO: dpa / Thomas Frey
Maria Laach. Das gut 920 Jahre alte Kloster Maria Laach nahe Koblenz hat auf unbestimmte Zeit weiterhin keinen gewählten Abt. Nach der Unterbrechung der Abtwahl im Mai zeichne sich immer noch kein Abschluss ab, sagte Klostersprecher Sebastian Kriesmer.

„Ich weiß nicht, ob das noch Wochen oder Monaten dauert.“ Der Vorsitzende des Vereins der Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach, Gernot Mittler, ergänzte mit Blick auf die jährlich rund
700 000 Besucher: „Ich hoffe, dass man zu einer guten Entscheidung kommt und nicht vergisst, dass Klöster nicht nur eine Innen-, sondern auch eine Außensicht haben.“

Wahlberechtigt sind nur die rund 30 Mönche im berühmten Kloster Maria Laach. Der Komplex am Laacher See mit Hotel, Landwirtschaft, Gärtnerei, Buchladen und anderen Betrieben hat in der Hochsaison laut Kriesmer bis zu etwa 250 weltliche Mitarbeiter. Die Abtwahl ist geheim. Zu Spekulationen, unter den Mönchen gebe es einen Richtungsstreit zwischen weiterer Öffnung des Klosters für Touristen und mehr Rückzug auf religiöses Leben, äußerten sich weder der Sprecher Kriesmer noch der ehemalige rheinland-pfälzische SPD-Finanzminister Mittler. Das Kloster hat bereits seit fünf Jahren keinen gewählten Abt.