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Wie man mehr Achtsamkeit in der Natur lernt

 An dieser Lichtung haben verschiedene Generationen von Laubbäumen ihren Platz und ihre Existenzberechtigung. Die Saarländische Waldakademie sucht einen neuen Zugang zur Natur.
An dieser Lichtung haben verschiedene Generationen von Laubbäumen ihren Platz und ihre Existenzberechtigung. Die Saarländische Waldakademie sucht einen neuen Zugang zur Natur. FOTO: Heike Jungmann
Kirkel. Workshop der Waldakademie mit dem PWV Kirkel.

Der Wald ist Lebensraum für viele Arten von Tieren und Pflanzen. Zudem fördere er nachhaltig die körperliche und mentale Gesundheit beim Menschen, heißt es in einer Mitteilung der Saarländischen Waldakademie, die sich vor einigen Monaten formierte. Deren Initiatoren haben vor einigen Monaten anlässlich des 30. Jubiläumsjahrs der „Forstwende“ den seinerzeit verantwortlichen Minister, Hajo Hoffmann, gebeten, die Motive und die Erfahrungen mit der Einführung einer naturnahen Waldwirtschaft an der Saar in Erinnerung zu rufen. Nun wird das Thema in Kirkel weitergeführt. Wie die saarländische Waldakademie weiter mitteilt, werfen Phänomene wie der Artenrückgang, Rodungen und Gewässerverschmutzung, die Probleme der Energiewende, auch das Fichtensterben die Frage auf, wie der Mensch sein Verhältnis zur Natur und zur Umwelt allgemein auf eine neue Grundlage stellen kann.

Diese Erkenntnis werde allerdings erst durch persönliche Erfahrungen verstärkt. Solche Erfahrungen zu vermitteln, das ist laut Waldakademie das Anliegen des Psychotherapeuten und Psychiaters Michael Huppertz aus Darmstadt. Die Stärkung der „Achtsamkeit in der Natur“ bilde danach nicht nur die Grundlage zur Therapie persönlicher Krisen und Störungen. „Achtsamkeit in der Natur“ konzentriere sich auf die Wahrnehmungen und Beziehungen, die der Einzelne zu seiner Umwelt und zu seiner Mitwelt unterhält. Huppertz: „Achtsamkeit ist die Kunst, da zu sein. Achtsamkeit ist eine bewusste, absichtslose, offene, experimentelle Haltung zum gegenwärtigen Geschehen.“

Der Facharzt und Buchautor Huppertz bietet am Samstag, 26. Oktober, 10 bis 14 Uhr, im Kirkeler Wald einen Workshop an mit praktischen Übungen an. Die Veranstaltung der Waldakademie richtet sich nicht nur an Therapeuten und Pädagogen, sondern an alle Interessierten an dem Thema. Die Teilnahme setze keine Fachkenntnisse voraus. Ohnehin, so Huppertz, fielen vielen Menschen Achtsamkeitsübungen in der Natur besonders leicht. Doch soll die Natur hierbei nicht als Kulisse dienen: Das Anliegen des Workshops ist die Stärkung der Aufmerksamkeit und die Übung der Interaktion mit Natur. Die Ergebnisse werden ausgetauscht.



Fragen oder Anmeldungen zum Thema über den Pfälzerwaldverein Kirkel (Veranstalter), E-Mail: m.v.limbacher@email.de. Der Beitrag für die Halbtages-Veranstaltung im Freien, die auch bei Regenwetter stattfinden wird, beträgt 25 Euro. Eine Anmeldung bis zum 10. Oktober ist nötig. Michael Huppertz bietet nur selten Workshops dieser Art an, für den saarland-pfälzischen Raum ist es das erste Mal.