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Stolpersteine erinnern nun auch in Kirkel an Nazi-Opfer

Kirkel. Sie sind bundesweit bekannt, die so genannten "Stolpersteine", mit denen der Künstler Gunter Demnig seit 1997 an Gräueltaten des Nazi-Terror-Regimes erinnert: Vor den letzten selbst gewählten Wohnorten von Menschen, die von Nazis verschleppt und ermordet wurden, lässt er Messingtafeln in den Gehwegen ein und ruft so dazu auf, nicht dem Vergessen anheim zu fallen. thw

Seit dem vergangenen Samstag ist nun auch Kirkel Teil des Demnig-Projekts, mit dem der Künstler mit inzwischen über 46 000 seiner Stolpersteine an über 1100 Orten in Deutschland und Europa der Opfer Nazi-Deutschlands gedenkt. In Limbach, vor der Hauptstraße 16, wird so Joachim Hirsch niemals vergessen werden - er war als Opfer der Euthanasie-Morde am 31. Januar 1941 in der Tötungsanstalt Hadamar umgebracht worden. Auch in Limbach, in der Ludwigsthaler Straße 12, erinnert ein weiterer Stolperstein nun an Albrecht Binkle, auch er fand 1941 in Hadamar den Tod - ebenso wie Heinrich Alfons Schneider aus Kirkel-Neuhäusel, dessen Schicksal - wie die beiden anderen auch recherchiert von Schülern der Gemeinschaftsschule Kirkel - nun von einem Stein vor der Blieskasteler Straße 55 aus dem Vergessen gerissen wird.