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Horst steht im Naturschutzgebiet „Kühnbruch‟
Erste Storchenbrut in Altstadt

 Mindestens drei Jungstörche: Per Spektiv, einem speziellen Beobachtungsfernrohr, beobachtet der Naturschutzbund das Geschehen.
Mindestens drei Jungstörche: Per Spektiv, einem speziellen Beobachtungsfernrohr, beobachtet der Naturschutzbund das Geschehen. FOTO: Martin Baus
Altstadt. Schon vor Jahren hat man in Altstadt beste Bedingungen für Störche geschaffen. Die ließen sich zwar auf der eigens errichteten Plattform immer wieder blicken, hielten es aber nie lange aus. Nun gibt es Jung-Störche, ob drei oder vier ist noch unklar. Von Martin Baus

Jetzt hat auch Altstadt endlich „seine“ Störche, und die haben auch gleich Nachwuchs. Sechs Jahre, nachdem der örtliche Naturschutzbund in Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken Pfahl und Horst aufgestellt hatten, hat ein Pärchen des stolzen Schreiters Quartier bezogen und ordentlich Hochzeit gefeiert. Auf jeden Fall drei, wenn nicht sogar vier kleine Adebare recken derzeit selbstbewusst ihre Hälse in die Höhe und fordern unablässig Futter von ihren Elternvögeln.

Eine Storchenbrut hat es im kleinsten Kirkeler Ortsteil zumindest der Erinnerung nach noch nicht gegeben. Zwar findet sich eine Gemarkung „Beim Storchennest“, gelegen westlich der Homburger Straße zu den Blieswiesen hinunter. Diese Bezeichnung lässt zwar den Schluss zu, dass dort einmal ein Horst vorhanden war, freilich schon vor sehr langer Zeit. Wenn der Storch in Altstadt gesichtet wurde, handelte es sich in der Regel um jene Exemplare, die in Limbach in der „Storchengasse“ bis in die 1960er Jahre hinein ihr Domizil hatten und in Altstadt nur auf Nahrungssuche gingen.

Passender hätte der Schauplatz des Brutgeschehens jetzt in Altstadt jetzt fast nicht sein können: Der Horstpfahl befindet sich im einzigen örtlichen Naturschutzgebiet, dem „Kühnbruch“. Und just dort, wo das Feilbachtal sich in die Bliesaue weitet, hatte der Naturschutzbund 2012 die Gelegenheit, eine Parzelle aus privater Hand zu erwerben. Der Umweltverband griff damals tief in die Vereinsschatulle, um das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen – rund 5000 Euro wurden investiert.