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Besuch im Rahmen von „Landrat macht Schule“
Hoher Besuch in der „Schule ohne Rassismus“

 Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises, bei seinem Besuch in der Gemeinschaftsschule Kirkel.
Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises, bei seinem Besuch in der Gemeinschaftsschule Kirkel. FOTO: Sandra Brettar
Kirkel. Landrat Theophil Gallo war in der Gemeinschaftsschule Kirkel zu Gast und diskutierte mit den Schülern. Von red

Vor gut 90 Schülern der Klasse 9 und 10 der Gemeinschaftsschule Kirkel sprach Landrat Theophil Gallo (SPD) im Rahmen der Reihe „Landrat macht Schule“. „Ich habe als Landrat die Verantwortung, über Themen wie Rassismus und Courage und über den aktuellen Kontext zu reden. Ihr habt die Verantwortung, Euch diese Themen bewusst zu machen“, wandte sich der Landrat an die Teilnehmer und machte sprichwörtlich das globale Fass rund um Entwicklungen im Weltgeschehen sowie politische Zusammenhänge in Europa und Deutschland auf, wie es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung weiter heißt.

Im Zusammenhang mit seinen Ausführungen über die Europäische Union und Strömungen, die Europa in Frage stellen und das friedliche Zusammenleben der Gemeinschaft zu stören versuchen, sprach der Landrat auch über Rassismus. „Wer sich offen zu Rassismus bekennt, steht nicht auf dem Boden der Verfassungsordnung“, hielt der Landrat fest. Die Zeichen der Zeit hat die Gemeinschaftsschule Kirkel erkannt, die sich offen gegen Rassismus ausspricht. Sie hat ihrerseits eine elementare Verantwortung übernommen, als sie im Juni 2015 als 33. Schule im Saarland den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhielt. Damit wenden sich die Schüler, die Lehrerschaft und die Schulleitung gegen jede Form von Diskriminierung und setzten sich für Gleichwertigkeit, Zusammenhalt und eine gewaltfreie demokratische Kultur in Schule und Gesellschaft ein.

Nach dem weiteren Austausch über die täglichen Aufgaben eines Landrates, über die Zuständigkeit des Kreises als Schulträger, über das Biosphärenreservat Bliesgau und über Social Media und anderes fragten Schüler den Landrat auch nach persönlichen Meinungen, etwa, ob Jugendliche schon ab dem 16. Lebensjahr das Wahlrecht erhalten sollten. Landrat Gallo: „Das ist in der Tat nicht einfach zu beantworten. Gegner für das Wahlrecht ab 16 argumentieren mit fehlender Verstandesreife der Jugendlichen, Befürworter sehen auch Minderjährige als Teil des Volkes, von dem nach Grundgesetz Artikel 20 ‚alle Staatsgewalt‘ ausgeht. Auf jeden Fall würde mit dem Wahlrecht ab 16 unsere Demokratie auf breitere Beine gestellt. Man darf den jungen Menschen Vertrauen entgegenbringen – im Zweifel würde ich also sagen ‚ja‘.“