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Tanz und Spenden
Frühlingsball soll wiederkommen

 Hubert Pirrung (l) und Thomas Brachtendorf von den beiden Homburger Rotaryclubs in der Redaktion. Sie hatten die Idee eines Frühlingsballes.
Hubert Pirrung (l) und Thomas Brachtendorf von den beiden Homburger Rotaryclubs in der Redaktion. Sie hatten die Idee eines Frühlingsballes. FOTO: Christine Maack
Homburg. Der erste Homburger Tanz in den Mai war ein großer Erfolg. Rotarier sammelten 25 000 Euro für soziale Zwecke. Von Christine Maack

Es gibt Kindergärten, Schulen und soziale Einrichtungen in den Kommunen. Vereine richten Sportfeste und Weihnachtsmärkte  aus. Die Stadt veranstaltet Märkte, bezuschusst Konzerte und  Theateraufführungen. Und welches gesellschaftliche Ereignis fehlte bisher in Homburg? Genau - ein Ball.

So dachten jedenfalls Hubert Pirrung und Thomas Brachtendorf, die derzeitigen Präsidenten der beiden Rotary Clubs Homburg-Saarpfalz und Homburg-Zweibrücken. Und sie wandten sich gleich mal an die Stadtspitze, um dort ihren Vorschlag zu unterbreiten: Sie wollten für die Nacht zum 1.Mai einen Frühlingsball organisieren, sozusagen einen Tanz in den Mai für alle Homburger.  Natürlich - im Sinne der Richtlinien des  Clubs -, verbunden mit einer Wohltätigkeitsaktion.

Die Idee, so Brachtendorf, sei in der Stadtverwaltung „sehr gut angenommen“ worden, es sei von Seiten der Verwaltung sogar der Saalbau ins Gepräch gebracht worden,  den die Stadt für den geplanten Ball hätte zur Verfügung stellen können. „Wir haben uns das überlegt und hätten das Angebot  auch gerne angenommen, aber wir hätten da Probleme mit der Essensversorgung bekommen, weil keine Küche verfügbar ist, die groß genug wäre, um mal eben 200 Gäste mit einem Menü versorgen zu können“, sagt Hubert Pirrung, der zusammen mit Thomas Brachtendorf zu Gast in unserer Redaktion war. Also wurde der Saalbau als Ort verworfen, aber keinesfalls die Idee von einem Homburger Frühlingsball.



Mit dem frisch renovierten Schlossberghotel wurde das inzwischen gegründete rotarische Organisations-Komitee  fündig - und so tanzten rund 200 Gäste aus Homburg und Umgebung vom 31. April stilvoll in den 1. Mai. Und sie waren begeistert, es habe „eine tolle Stimmung“ geherrscht, betont Brachtendorf, „die Gäste haben bis 1.30 Uhr getanzt, die Kapelle war großartig.“ Um 3 Uhr morgens habe sich die Gesellschaft dann langsam aufgelöst.   Mit der Maßgabe: nächstes Jahr bitte wieder.

Es sei nun der große Wunsch der beiden Clubs, den Ball als ständige Einrichtung jeden 31. April auszurichten unter dem Motto „Homburger Frühlingsball“. Wichtig sei dabei, dass es ein Ereignis für alle Homburger sei, die gerne das Tanzbein schwingen, „die Rotaryclubs machen nur die Organisation und sorgen für das Spendengeld. Der Ball ist aber für alle da.“

Tatsächlich hatte sich die Information, dass erstmals in Homburg ein Mai-Ball veranstaltet würde, in Windeseile verbreitet, „viele Homburger, die in Tanzschulen oder auch nur aus Spaß tanzen oder gerne ausgehen, riefen wiederum Freunde und Bekannte an, so dass gleich mehrere Tische auf einmal gebucht worden sind“, so Pirrung. Auch aus Frankreich und Luxemburg seien Gäste gekommen - und ganz aus der Nähe hatten sich Homburgs Bürgermeister Michael Forster und der Kulturbeigeordnete Raimund Konrad unter die Tanzfreunde gemischt.

Doch nicht nur das Tanzen machte Freude, auch die Spendensumme kann sich sehen lassen: Es kamen 25 000 Euro an Spendengeld zusammen, das von verschiedenen Firmen aus dem Saarpfalz-Kreis großzügig in einen Topf für soziale Zwecke gesteckt worden war.

Von Anfang an hatten die beiden Rotary Clubs klar gemacht, dass das Spendengeld nur für  Homburger Einrichtungen zur Verfügung gestellt würde. Und hier sind die Empfänger:

Die Webersbergschule  erhält ein Trampolin und Tablets für den Unterricht, die Musikschule wird mit dem Geld zusätzlichen Unterricht an Schulen stemmen, die Kita „Du bonheur“ in Erbach braucht Spiel- und Sportgeräte und die Langenäckerschule möchte von dem Geld Boxunterricht anbieten, damit schwierige Jungs ihre Aggressionen sportlich abreagieren können.

Nun hoffen die Veranstalter im nächsten Jahr auf ebenso gute Stimmung und so schönes Wetter wie diesmal, damit der „Homburger Frühlingsball“ tatsächlich zu einer Dauereinrichtung werden möge, von der nicht nur die tanzenden Gäste, sondern auch die Kinder in den Homburger Schulen und Kitas profitieren

 Bis 1.30 Uhr wurde im Schlossberghotel getanzt, gegessen und getrunken. Die letzten Gäste des Homburger Frühlingsballs gingen um drei Uhr.
Bis 1.30 Uhr wurde im Schlossberghotel getanzt, gegessen und getrunken. Die letzten Gäste des Homburger Frühlingsballs gingen um drei Uhr. FOTO: Hubert Pirrung/Rotary