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Neubau
An einem Klinikum wird ständig gebaut

 So wird das neue PZMS in Homburg aussehen. Es ist ein Neubau und damit einfacher zu bewerkstelligen als eine Sanierung im Bestand.
So wird das neue PZMS in Homburg aussehen. Es ist ein Neubau und damit einfacher zu bewerkstelligen als eine Sanierung im Bestand. FOTO: Focht und Partner Architekten
Homburg. Vor 30 Jahren entstanden viele neue Gebäude gleichzeitig am Uniklinikum. Nun sind sie alle gleichzeitig veraltet und kosten viel Geld. Von Christione Maack

Wo sich derzeit noch eine Brachfläche erstreckt, sollen nach Planung des Innen- und Bauministeriums ab 2022 Labore, Computerräume, hochmoderne Geräte und vor allem gute Forscher einziehen. denn seit zwei Jahren ist bekannt, dass Homburg auf dem Gelände des Uniklinikums ein weiteres erstklassiges Forschungsgebäude erhalten wird. Und zwar neben dem Forschungsbau des Zentrums für Molekulare Medizin (CIPMM). Sein Name: Präklinisches Zentrums für Molekulare Signalverarbeitung, kurz PZMS.

Der Neubau „stellt einen wesentlichen Schritt zur weiteren Modernisierung der Universität des Saarlandes dar“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung des saarländischen Innenministeriums. Das PZMS sei einer der beiden Grundpfeiler des zukünftigen Forschungscampus’ Homburg. In ihm werden zehn verschiedene Arbeitsgruppen mit Forschungsschwerpunkten aus der vorklinischen Medizin multidisziplinär zusammenarbeiten.

Für das neue Forschungsgebäude sind laut Bouillon rund 50 Millionen Euro veranschlagt worden, wobei jeweils die Hälfte aus Bundesmitteln und aus Mitteln des Landeshaushaltes kommt, Auf einer Nutzfläche von 4770 Quadratmetern werden dann 174 Mitarbeiter einziehen.



Den Bewerbern aus dem Saarland kam dabei zugute, dass sie bei der Bewerbung schon das Baufeld für das Gebäude genau ausweisen konnten. Zu den Bedingungen der Geldvergabe gehörte auch, dass das Gebäude spätestens 2021 fertig sein muss. Nun wird laut Bouillon 2021 erst begonnen, zumal es wegen eines europaweiten Architekturwettbewerbs einige Verzögerungen gegeben hatte. Es wurden insgesamt 20 Arbeiten eingereicht, die von einem Preisgericht bewertet und prämiert wurden.

Inzwischen steckt das Saarbrücker Büro Focht + Partner bereits in der Planung.  Im Übrigen ist das Saarbrücker Büro Focht auf dem Homburger Campus schon so gut wie zu Hause: Es hat das Laborgebäude geplant und ausgeführt, den zweiten Bauabschnitt der Inneren Medizin in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Architektenbüro Wörner fertiggestellt und das Zentrum für klinisch-experimentelle Chirurgie erweitert und saniert.

Zu den Neubauprojekten auf dem Campus gehören das Zentrale Hörsaalgebäude (Eröffnung Anfang 2020), das Brandschutz-Gebäude (Eröffnung 2023),  der Neubau der Kieferorthopädie und die Sanierung des HNO-Hochhauses, die bis zu 30 Millionen Euro kosten wird.

 Wenn man Studenten nur eine veraltete Umgebung zu bieten hat, dann haben sie wenig Lust, als Ärzte in Homburg zu bleiben, wo man sie braucht. Das Zentrale Hörsaalgebäude ist ein Schritt in die richtige Richtung. 
Wenn man Studenten nur eine veraltete Umgebung zu bieten hat, dann haben sie wenig Lust, als Ärzte in Homburg zu bleiben, wo man sie braucht. Das Zentrale Hörsaalgebäude ist ein Schritt in die richtige Richtung.  FOTO: Rüdiger Koop