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Es wird Zeit fürs Mittelalter

Das Wahrzeichen der Gemeinde Kirkel war und ist die Burg. Mit dem Mittelaltermarkt beginnt dort am letzten Mai-Wochenende die Saison. Zum Burgsommer werden wieder Tausende erwartet. Fotos: Thorsten Wolf/pm
Das Wahrzeichen der Gemeinde Kirkel war und ist die Burg. Mit dem Mittelaltermarkt beginnt dort am letzten Mai-Wochenende die Saison. Zum Burgsommer werden wieder Tausende erwartet. Fotos: Thorsten Wolf/pm
Kirkel. Den Auftakt werden wieder Tausende besuchen: Die erste Reise in längst vergangene Zeiten ist in diesem Jahr für Fans von Rüstung und Reiterbögen, von Met und mittelalterlicher Musik am Samstag, 28. und Sonntag, 29. Mai, angesagt. Ralph Schäfer

Alte Tradition an traditionsreichem Ort: Wegen Pfingsten eine Woche später als gewohnt, bildet der Mittelaltermarkt natürlich wieder den Aufakt der Kirkeler Burg-Saison. Am Samstag, 28., und Sonntag, 29. Mai geht der Auftakt über die Burg-Bühne, an beiden Tagen ab 11 Uhr. Das Vergnügen wird leicht teurer in diesem Jahr: "Wir mussten die Eintrittspreise erhöhen: Erwachsene zahlen drei statt bisher zwei Euro und der Besuch in mittelaterlicher Gewandung kostet zwei Euro. Die immer höheren Kosten dieser Veranstaltung machen den Schritt notwendig", erklärte Sarah Guthor vom Kulturamt.

Wenn das Wetter stimmt, rechnet man seitens der Organisatoren wieder mit 6000 bis 7000 Besuchern. Sie wird wieder ein authentisches Mittelalterspektakel erwarten mit Musik , Tanz, Gauklern, Falknerei, Kerzen-Herstellung, Töpfern, Keramik bemalen und vielem mehr. "Es geht uns darum, dass die Besucher das mittelalterliche Leben kennen lernen können", so Guthor. Nach ihren Angaben pausieren Stammkunden, sodass sich die Besucher auf viele neue Aussteller freuen können. "Zurzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Wimpelketten kommen ans Handwerkerdorf und Blumen werden gepflanzt." Für die Bewirtung der Gäste sorgt in bewährter Weise der Förderkreis Kirkeler Burg. Und wer den Ort des Geschehens näher kennen lernen will, hat dazu reichlich Gelegenheit: "Von Mai bis Oktober finden an jedem zweiten Sonntag um 11 Uhr Burgführungen statt, zu denen man sich nicht mal anmelden muss. Erwachsene zahlen drei, Kinder zwei Euro" so Sarah Guthor. Einer der jährlichen Höhepunkte ist der Kirkeler Burgsommer: Sieben Wochen ist die Burg fest in Schülerhand, kommen Schulklassen aus der ganzen Region und aus Frankreich an die Burg. Rund 160 Kinder und Jugendliche bevölkern vom 1. Juni bis 14. Juli täglich das Handwerkerdorf, lernen Handwerk und Lebensart des Mittelalters kennen. Vom 25. bis 29. Juli gibt es eine Woche Burgsommer für jedermann. Open-Air-Sommernachtskino ist am 18. Juni.

Infos gibt's unter Tel. (0 68 41) 80 98 39/40.

Meinung:

Ein Ort für viel freie Zeit

Von Merkur-MitarbeiterRalph Schäfer

Wenn kürzlich aus Kreisen des Heimat- und Verkehrsvereins zu hören war, Kirkel habe mehr zu bieten, als "nur" die Burg, ist das richtig. Richtig ist aber auch: Kirkel hat die Burg! Und damit ein Pfund, mit dem es sich in einem Bereich, der stetig wachsende Zuwachsraten hat, gut wuchern lässt: Der Tourismus ist eine der Zukunftsbranchen, immer mehr Menschen achten immer stärker darauf, was man mit der Freizeit sinnvoll anfangen kann. Und dafür hat die Burg einiges zu bieten: Historisch Interessierte bevorzugen den archäologischen Bereich, Kinder und Jugendliche bevölkern beim Burgsommer das Handwerkerdorf, Reisen ins Mittelalter können gebucht werden nach dem Auftakt mit dem Mittelaltermarkt Ende Mai. Kino-Fans kommen zum Open-Air-Kino aufs Burgplateau. Und wenn man im Land über Kirkel redet, kommt immer der Satz: "Das ist doch die Burggemeinde!" So soll es bleiben.