| 19:08 Uhr

Einzelne Kirkeler Einrichtungen legen bei Fairtrade vor

 Wer mit dem Fair-Trade-Siegel ausgezeichnet werden möchte, der muss auf fair gehandelte Waren setzen. Das gilt beispielsweise auch für den Kaffee. Foto: Miriam Ersch/dpa
Wer mit dem Fair-Trade-Siegel ausgezeichnet werden möchte, der muss auf fair gehandelte Waren setzen. Das gilt beispielsweise auch für den Kaffee. Foto: Miriam Ersch/dpa FOTO: Miriam Ersch/dpa
Kirkel. Faires Handeln, das liegt der Gemeinde Kirkel am Herzen, die dahin strebt, sich Fairtrade-Gemeinde nennen zu dürfen. Dafür müssen einige Kriterien erfüllt sein. Einen wichtigen Schritt will man im Herbst gehen. red

Etliche Kommunen, aber auch zum Beispiel Schulen setzen sich ja bereits stark für fairen Handel ein und dürfen sich daher mit dem Titel Fairtrade schmücken. So ist zum Beispiel Homburg seit 2014 Fairtrade-Stadt, der Saarpfalz-Kreis wurde vergangenes Jahr als Fairtrade-Kreis ausgezeichnet.

Auch Kirkel möchte bekanntlich Fairtrade-Gemeinde werden. Bürgermeister Frank John erläuterte nun noch einmal was dieses Ansinnen, das auf Initiative des Gemeinderates geschehe, genau bedeutet.

Fairtrade fördere benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien sowie Lateinamerika, damit sich durch fairen Handel die dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen verbesserten. Produkte dieser Produzenten seien mit dem Fairtrade-Siegel versehen und garantierten, dass die Prämien und Leistungen auch tatsächlich bei den Produzentengruppen ankommen.



Die Idee hinter der Zertifizierung als Fairtrade-Gemeinde sei es, in einem gemeinsamen Prozess aller beteiligten Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kindergärten, politischen Gremien, Einzelhandel sowie Gastronomie die Kriterien zu erfüllen.

Dafür müssten Fairtrade-Produkte angeboten oder verarbeitet werden. Die Warenpalette sei dabei vielfältig. Sie reichen von Bananen über Kaffee, Kakao, Tee, Zucker, Reis bis zu Süßigkeiten und vielem mehr. Bereits die Nutzung von zwei Produkten erfülle die Kriterien, so John weiter. Kirchen, Kindergärten und Schulen waren und seien bereits in der Thematik aktiv, sei es durch Einzelaktionen oder längerfristige Projekte. Im Herbst nun will Bürgermeister John alle Interessierten zu einer ersten Sitzung und damit gleichzeitig verbundenen Gründung der Steuerungsgruppe "Fairtrade" einladen.

 Auch Bananen gehören in den Kreis der fair gehandelten Produkte. Foto: Jörg Carstensen/dpa
Auch Bananen gehören in den Kreis der fair gehandelten Produkte. Foto: Jörg Carstensen/dpa FOTO: Jörg Carstensen/dpa