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Bundespolizei: Kirkel nicht geeignet

 So wie in dieser Montage hätte es wohl ausgesehen, wenn die Bundespolizei in den Praktiker-Bau eingezogen wäre. Das aber bleibt ein Wunschtraum.Foto: Guldner/SHS
So wie in dieser Montage hätte es wohl ausgesehen, wenn die Bundespolizei in den Praktiker-Bau eingezogen wäre. Das aber bleibt ein Wunschtraum.Foto: Guldner/SHS FOTO: Guldner/SHS
Kirkel. Die Bundespolizei wird in der früheren Praktiker-Zentrale in Kirkel kein Ausbildungszentrum errichten. Die Grünen schlagen nun die Kaserne in Saarlouis vor, die 2019 zum Teil frei werde. Doch die Bundeswehr winkt ab. Daniel Kirch

Die saarländische Landesregierung muss weiter nach einem Mieter für die ehemalige Praktiker-Zentrale in Kirkel suchen. Die Hoffnungen, dass die Bundespolizei dort ein Aus- und Fortbildungszentrum für mehrere hundert Beamte einrichten könnte, haben sich zerschlagen. Das Bundespolizeipräsidium in Potsdam hält Kirkel für ungeeignet.

"Für ein reguläres Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum benötigt die Bundespolizei eine Liegenschaft, welche über mindestens 420 Unterkunftsplätze sowie darüber hinaus über die erforderlichen Lehrsäle, Büroräume, Verpflegungseinrichtungen und Sport- und Schießausbildungsstätten verfügt", teilte ein Bundespolizei-Sprecher auf Anfrage mit.

Nach einer ersten Bewertung der Immobilie in Kirkel handele es sich um ein Bürogebäude mit einzelnen Großraumbüros und Schulungsräumen. Unterkunftsbereiche und Sporteinrichtungen seien nicht vorhanden. "Vor diesem Hintergrund erscheint die Nutzung der ehemaligen Zentrale der Firma Praktiker als Aus- und Fortbildungszentrum für die Bundespolizei als nicht geeignet", so der Bundespolizei-Sprecher. Die Bundespolizei prüfe derzeit andere Liegenschaften.



Die Bundespolizei erhält bis zum Jahr 2020 mehr als 3000 zusätzliche Stellen. Um die neuen Beamten auszubilden, eröffnet sie neue Aus- und Fortbildungszentren . Die landeseigene Strukturholding Saar hatte der Bundespolizei dafür die Ex-Praktiker-Zentrale angeboten (wir berichteten). Eine Konzeption aus dem Frühsommer enthielt auch die Bereitschaft, vier drei- bis viergeschossige Unterkunftsgebäude für je 100 Personen sowie einen Sportplatz zu bauen. Über das Angebot des Landes an den Bund gab es auch Gespräche auf politischer Ebene.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel kritisierte das Angebot des Landes: Die frühere Praktiker-Zentrale sei "eine Immobilie von der Resterampe". Tressel forderte die Landesregierung auf, ein besseres Angebot vorzulegen.