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Burg Kirkel
Mit Pfeil und Bogen im Kirkeler Wald

Stephan Huber (vorne) und Michael Trumm nahmen Maß, um möglichst genau das Ziel beim zehnten Biosphären-Bogenschießturnier des Förderkreises Kirkeler Burg zu treffen.
Stephan Huber (vorne) und Michael Trumm nahmen Maß, um möglichst genau das Ziel beim zehnten Biosphären-Bogenschießturnier des Förderkreises Kirkeler Burg zu treffen. FOTO: Markus Hagen
Kirkel. Bereits zum zehnten Mal hatte der Förderkreis Krikeler Burg zum Biosphären-Bogenschießturnier eingeladen. Von Markus Hagen

Zum zehnten Mal lud der Förderkreis Kirkeler Burg zu seinem Biosphären-Bogenschießturnier, das am vergangenen Wochenende am Samstag und Sonntag im Kirkeler Wald stattfand. Mit 53 Teilnehmern aus ganz Deutschland fand diese Veranstaltung eine äußerst erfreuliche Resonanz, wie Michael Trumm vom Organisationsteam festhielt.

So mancher Spaziergänger, der an beiden Turniertagen in den Kirkeler Wäldern unterwegs war, wird sich gewundert haben. Denn er traf dort häufiger auf Jugendliche und Erwachsene, die mit Pfeil und Bogen „bewaffnet“ unterwegs waren. Sie spielten keinesfalls Robin Hood, sondern waren auf dem Weg zu den insgesamt 28 Zielen, sogenannte „Drei-D-Zielscheiben“. Diese waren in Tierfiguren aus Schaumstoff platziert. Hier galt es für die Teilnehmer, einer kam sogar aus der Schweiz, möglichst viele Punkte an jeder Station zu sammeln.

Während die Bogenschützen am ersten Tag drei Pfeile zur Verfügung hatten, um an jeder Zielscheibe und Station möglichst viele Punkte zu sammeln, musste am Sonntag der erste und einzige Schuss möglichst nahe am Ziel sitzen. „Wir haben neben den Figuren – wie Rehe, Wildschweine und Krokodile auch weitere Herausforderungen an den Sportschützen gestellt, die nicht alltäglich sind.“ So galt es für den Schützen zum Beispiel mit dem Pfeil hoch in der Luft ein geöffnetes Fass zu treffen. Der Pfeil musste dann möglichst optimal im Fass landen. Für Abwechslung war zudem auf der Wiese hinter der Vereinshütte des Pfälzerwaldvereins Kirkel gesorgt. Mit einem Pfeil konnte man auf eine Sonderscheibe zielen. Wer hier die Scheibe richtig traf, sah einen Sektkorken aus einer symbolischen Flasche aufspringen. Trumm: „Diese Schießeinlage hatten wir eigens zum zehnjährigen Jubiläum dieses Biosphärenturniers angefertigt.“



Der Spaß am Bogensport stand im Vordergrund an beiden Tagen. So auch beim Saarbrücker Stephan Huber, der bereits zum dritten Mal bei dieser Veranstaltung des Förderkreises Kirkeler Burg dabei war. „Selbstverständlich will ich so gut wie möglich treffen, um viele Punkte zu holen. Aber die Freude daran, in der freien Natur diesen Sport zu erleben und auszuüben steht für mich im Vordergrund.“ Vor etwa zwei Jahren kam er über einen Freund zum Bogensport. Einmal in der Woche trifft man sich im Garten, um zu üben und zu trainieren.

Geschossen wurde mit verschiedenen Arten von Bögen. Bei den Frauen gewann Elli Roller mit dem Langbogen und 809 Punkten. Mit 516 Punkten setzte sich Deborah Graf mit dem Reiterbogen auf Platz eins. In der Disziplin der Bogenklasse TRB/BHR gewann bei den Frauen Daniela Frieg mit 437 Punkten. Bei den Männern setzten sich Akos Bama mit 658 Punkten mit dem Primitivbogen, Lothar Greber mit 862 Zählern mit dem Langbogen, Peter Krause, der mit dem Reiterbogen auf 806 Punkte kam und Martin Roller als Sieger der Disziplin TRB/BHR mit 744 Zählern durch. Jeweils mit dem Langbogen gewann bei der Jugend Johannes Roth mit 519 Punkten und bei den Kindern Jakob Uhl mit 566 Zählern.