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Preiserhöhung
Beide Kirkeler Freibäder werden teurer

 Kein Freibad arbeitet kostendeckend, auch nicht mit Erhöhung der Eintrittspreise. Die Gemeinde Kirkel unterhält sogar zwei Freibäder, die sich eigentlich nicht rechnen, aber von der Gemeinde dennoch gerne unterstützt werden.
Kein Freibad arbeitet kostendeckend, auch nicht mit Erhöhung der Eintrittspreise. Die Gemeinde Kirkel unterhält sogar zwei Freibäder, die sich eigentlich nicht rechnen, aber von der Gemeinde dennoch gerne unterstützt werden. FOTO: dpa/dpaweb / Frank Leonhardt
Kirkel. Vor sieben Jahren war die letzte Preiserhöhung, nun steigen die Eintritte für die Kirkeler Bäder auf vier Euro, was angesichts der Kosten sehr sozial ist. red

Die Eintrittspreise fürs Naturfreibad in Kirkel sollen im kommenden Jahr von drei auf nunmehr vier Euro erhöht werden (wir berichteten). Nun zieht auch das Limbacher Solarfreibad nach, denn auch hier werden die Preise nun auf vier Euro pro Erwachsener erhöht.

Der Grund dafür seien gestiegene Unterhalts- und Personalkosten, betont die Gemeinde. Natürlich arbeiten weder das Naturfreibad noch das Solarfreibad auch mit dieser Preiserhöhung längst nicht kostendeckend – was alle anderen Freibäder in der Umgebung aber auch nicht tun. Laut Beschlussvorlage betrug 2018 der Jahresverlust fürs Naturfreibad über 145 000 Euro, im Limbacher Solarfreibad betrug das Minus sogar über 242 000 Euro. Der Gemeinderat ist sich zwar darüber bewusst, dass für eine Gemeinde mit 10 000 Einwohnern zwei Freibäder ein ziemlicher Luxus bedeuten, ist aber bereit, sich diesen Luxus zu leisten und die Verluste aus dem Gemeindesäckel auszugleichen. Die Schließung eines der Bäder komme nicht in Frage, so die einhellige Meinung. Auf der Beliebtheitsskala liegt das Solarfreibad in Limbach immer ein bisschen vor dem Naturfreibad. In heißen Sommern wie dem vergangenen, gleicht sich die Besucherzahl an: 52 172 Besucher in Limbach, 50 930 im Naturfreibad. Dass die Preise jeweils um einen Euro erhöht würden, hatte der Bau- und Werksausschuss bereits in einer Sitzung Ende Oktober empfohlen. Da die letzte Preiserhöhung schon sieben Jahre zurückliegt, gab es auch von Seiten der Ratsmitglieder keinerlei Einwände.