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Urteil am Landgericht Zweibrücken
Pirmasenser bestellt im Darknet kiloweise Drogen

Zweibrücken/Pirmasens. Gleich kiloweise Amphetamin hatte der 30-Jährige im Jahr 2017 im Darknet bestellt, um die Droge von Pirmasens aus weiterzuverkaufen. Wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in drei Fällen hat ihn am Dienstag die Erste Strafkammer des Landgerichts Zweibrücken zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Von Rainer Ulm

Zudem wurden 10 000 Euro Drogengeld eingezogen.

Dabei wertete es die Kammer zugunsten des 30-Jährigen, dass er „voll umfänglich geständig“ war, wie die Vorsitzende Richterin Susanne Thomas in der Urteilsbegründung sagte. Der 30-Jährige hatte zugegeben, im Jahr 2017 über Plattformen im Darknet einmal 2250 Gramm und zwei Mal je ein Kilogramm Amphetamin bestellt und mit der digitalen Kunstwährung Bitcoin bezahlt zu haben.

Der Handel und damit der 30-Jährige waren aufgeflogen, weil der Lieferant der Drogen ins Visier der nordrhein-westfälischen Drogenfahnder geraten war, berichtete ein 51-jähriger Kriminalbeamter aus Hürth im Rhein-Erft-Kreis im Zeugenstand. Im Zuge der Durchsuchung der „Versenderwohnung“ wurden demnach neben 28 Kilogramm verschiedener Drogen auch die Versandbelege und sogar die zum Verschicken bereitliegende letzte Drogen-Lieferung an den Pirmasenser, der nach eigenen Angaben das Amphetamin nur zur Finanzierung des eigenen Konsums weiterverkaufen wollte, gefunden und beschlagnahmt.