| 22:11 Uhr

Am Rheinufer des Winterhafens
119 Flakpatronen in Mainz gesprengt

Der Kampfmittelräumdienst sprengte am vergangenen Sonntag in einem Rheinarm bei Vallendar vier dort aufgetauchte Tarnnebelfässer aus dem Zweiten Weltkrieg.
Der Kampfmittelräumdienst sprengte am vergangenen Sonntag in einem Rheinarm bei Vallendar vier dort aufgetauchte Tarnnebelfässer aus dem Zweiten Weltkrieg. FOTO: dpa / Thomas Frey
Mainz. Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz hat am Rheinufer des Winterhafens in Mainz 119 Flakpatronen gesprengt. Die Sprengungen am Dienstag verliefen reibungslos, wie ein Sprecher der Stadt Mainz mitteilte.

„Es ging schneller als gedacht.“ Ein Ziel sei gewesen, vor Einbruch der Dunkelheit fertig zu sein. Die Maßnahme dauerte rund viereinhalb Stunden.

Die Patronen aus dem Zweiten Weltkrieg seien im Zuge des extremen Niedrigwassers vor wenigen Tagen am freigelegten Rheinufer gefunden worden. Die etwa 30 Zentimeter langen Granaten sind nach Sprecherangaben stark verrostet gewesen. Deshalb entschied der Kampfmittelräumdienst, die Patronen nicht zu transportieren, sondern durch Einzelsprengungen unter Wasser unschädlich zu machen.

Es habe rund dreißig Einzelsprengungen von Paketen mit je vier Patronen gegeben. Der Weg am Rheinufer zwischen der Drehbrücke und dem Mainzer Ruder-Verein war für mehrere Stunden gesperrt. Eine Evakuierung der anliegenden Wohnhäuser sei nicht notwendig gewesen. Alle Wege am Rheinufer seien wieder begeh- und befahrbar.



Die seit Monaten anhaltende Trockenheit mit historisch niedrigen Rheinpegelständen bringt immer wieder gefährliche Altlasten zum Vorschein. Bereits Mitte Juli hatte ein aufmerksamer Fußgänger im seichten Mainzer Hafenwasser 66 Flakpatronen entdeckt, die anschließend durch den Kampfmittelräumdienst gesprengt wurden.

Am vergangenen Sonntag waren in der Nähe von Koblenz vier Nebelfässer im Rhein gesprengt, bei Trier eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Auch diese beide Einsätze des Kampfmittelräumdienstes verliefen erfolgreich. (wir berichteten).

(dpa)