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JU-Landeschef in Sorge
JU-Landeschef warnt vor „Kleinkrieg“

In Sorge um seine Partei: JU-Landeschef Johannes Steiniger.
In Sorge um seine Partei: JU-Landeschef Johannes Steiniger. FOTO: dpa / JU
Mainz. Der Chef der Jungen Union (JU) Rheinland-Pfalz, Johannes Steiniger, hält ein Ende der Streitigkeiten an der Unionsspitze für notwendig. „Wir haben ein Sommertheater im Juni und Juli erlebt, das zu einer Art ‚Ehekrieg’ zwischen dem CSU-Innenminister (Horst Seehofer) und der CDU-Kanzlerin (Angela Merkel) stilisiert worden ist“, sagte Steiniger.

„Ich habe das auch als eine Art Führungsversagen erlebt, dass beide es nicht hinbekommen haben, die aufeinanderfahrenden Züge zu stoppen.“ Am Ende sei der Fall des bisherigen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen ein Thema gewesen, was viele dazu bewogen habe zu sagen: „Jetzt reicht‘s!“

Am 14. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt, zwei Wochen später in Hessen. Die JU berät auf ihrem Deutschlandtag in Kiel bis Sonntag über den Kurs der Union. Die Abwahl des bisherigen Unionsfraktionschefs Volker Kauder im Bundestag hält Steiniger für ein Signal auch an Merkel. „Viele neue Abgeordnete hatten, glaube ich, das Gefühl, dass man als einzelner Abgeordneter in der Fraktion nicht so viel machen kann“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete, der im September für Ralph Brinkhaus gestimmt hatte. „Es war auch ein Warnschuss in Richtung Horst Seehofer und Angela Merkel, dass sie endlich ihren ‚Kleinkrieg’ einstellen sollen.“