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Zu Jahresbeginn mehr Arbeitslose

 Die Arbeitslosigkeit im Saarpfalz-Kreis ist im abgelaufenen Januar laut Arbeitsagentur saisonbedingt leicht angestiegen. Foto: Oliver Berg/dpa
Die Arbeitslosigkeit im Saarpfalz-Kreis ist im abgelaufenen Januar laut Arbeitsagentur saisonbedingt leicht angestiegen. Foto: Oliver Berg/dpa FOTO: Oliver Berg/dpa
Homburg. Agentur für Arbeit nennt den Anstieg der Arbeitslosenzahl „saisonbedingt“ – Im Geschäftsstellen-Bereich Homburg (Bexbach, Kirkel, Homburg) waren im Januar 2275 Arbeitslose gemeldet, 195 mehr als im Vormonat

Die Januar-Zahlen vom Arbeitsmarkt hat die Agentur für Arbeit jetzt mitgeteilt: 4317 Frauen und Männer waren im ersten Monat des neuen Jahres im Saarpfalz-Kreis arbeitslos gemeldet, 390 mehr als im Dezember und fünf weniger als vor einem Jahr (minus 0,1 Prozent). Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 24 auf 7817 gestiegen. Zu den Arbeitsuchenden gehören neben über 4300 Arbeitslosen (bei Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldete Personen, einschließlich Langzeitarbeitslose), unter anderem auch Personen, die kurzzeitig erkrankt sind, die mehr als geringfügig beschäftigt sind und vom Jobcenter einen Aufstockungsbetrag zum Lohn erhalten sowie Beschäftigte oder Selbstständige, die eine andere Arbeit suchen.

Im Geschäftsstellenbereich Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel) waren im Januar 2275 Arbeitslose gemeldet (plus 195 zum Vormonat), die Arbeitslosenquote lag hier bei 6,3 Prozent. In der Geschäftsstelle Blieskastel (Stadt Blieskastel, Gersheim, Mandelbachtal) gab es 896 Arbeitslose (plus 105 zum Vormonat) bei einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent. Der Arbeitsmarkt reagiert nicht allein auf konjunkturelle, sondern auch auf saisonale Einflüsse. In dem Anstieg zum Jahresbeginn sieht Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, keinen Anlass zur Sorge: "Alles deutet auf eine saisonbedingte Eintrübung hin. Der Hauptkündigungstermin zum Jahresende und das Auslaufen der befristeten Arbeitsverträge nach dem Weihnachtsgeschäft schlugen im Januar zu Buche. Außerdem ruhen viele Außenarbeiten, auch im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es weniger zu tun. In der Regel handelt es sich für die Betroffenen um eine vorübergehende Arbeitslosigkeit", so Haßdenteufel.

Insgesamt spricht der Agenturleiter von der saisontypischen Durchgangsarbeitslosigkeit, die mit der Frühjahrsbelebung wieder abgebaut werden dürfte. "Wer qualifiziert und nah am Berufsleben ist, hat gute Chancen, rasch eine neue Beschäftigung zu finden. Denn gut ausgebildete Fachkräfte werden branchenübergreifend gesucht."



Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in Januar um 347 auf 1718 gestiegen und lag um 118 über dem Vorjahreswert (plus 7,4 Prozent). Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. Hier waren 186 Personen gemeldet, 54 mehr als im Dezember und 28 mehr als vor einem Jahr (plus 17,7 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen über 50-Jährigen lag aktuell bei 813. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 117, gegenüber dem Vorjahr um 74 erhöht (plus 10,0 Prozent). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat ebenfalls gestiegen. Ihre Zahl lag aktuell bei 220, im Vormonat bei 199. Gegenüber Januar 2016 ist ein Rückgang festzustellen (minus 23 oder 9,5 Prozent).

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Saarpfalz-Kreises ist im Januar um 43 auf 2599 Personen gestiegen und lag um 123 unter dem Vorjahreswert (minus 4,5 Prozent). Die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 183. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 14 gesunken (minus 7,1 Prozent). 751 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren älter als 50 Jahre. Dies entspricht einem Anteil von 28,9 Prozent an allen Arbeitslosen. Ihre Zahl konnte gegenüber dem Vorjahr um 120 reduziert werden (minus 13,8 Prozent). 1155 aller beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren bereits ein Jahr und länger arbeitslos. Dies entspricht einem Anteil von 44,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um 99 (minus 7,9 Prozent). Aktuell sind 907 Ausländer arbeitslos gemeldet, 128 mehr als vor einem Jahr (plus 16,4 Prozent).