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Zeitbörse soll Dorfgemeinschaft weiter stärken

Ortsvorsteherin Sigrid Wilhelm will ihr Dorf noch attraktiver machen. Foto: Norbert Rech
Ortsvorsteherin Sigrid Wilhelm will ihr Dorf noch attraktiver machen. Foto: Norbert Rech FOTO: Norbert Rech
Die Stärke von Bierbach liegt in der Nähe der Menschen zueinander. Das ist die Auffassung von Ortsvorsteherin Sigrid Wilhelm. Gemeinsam könne hier viel erreicht werden. Als Beispiel nennt sie unter anderem auch die Integration von 27 Flüchtlingen, die hier bestens gelungen sei. "Wir unterstützen von Seiten des Ortsrates gerne die Vereine im Dorf", betont Wilhelm, die von diesen dann aber auch eine Gegenleistung erwartet. So hätten unter anderem die Turner die Patenschaft für den Beachvolleyballplatz übernommen. Im Grunde sei das der Start der geplanten Zeitbörse. Bei dieser solle aber möglichst kein Geld fließen, sondern es geht einzig und allein um gegenseitige Hilfe. So hätten Syrer einer Einwohnerin, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, beim Ein- und Aussteigen aus ihrem Auto geholfen. Norbert Rech

Die Stärke von Bierbach liegt in der Nähe der Menschen zueinander. Das ist die Auffassung von Ortsvorsteherin Sigrid Wilhelm. Gemeinsam könne hier viel erreicht werden. Als Beispiel nennt sie unter anderem auch die Integration von 27 Flüchtlingen, die hier bestens gelungen sei. "Wir unterstützen von Seiten des Ortsrates gerne die Vereine im Dorf", betont Wilhelm, die von diesen dann aber auch eine Gegenleistung erwartet. So hätten unter anderem die Turner die Patenschaft für den Beachvolleyballplatz übernommen. Im Grunde sei das der Start der geplanten Zeitbörse. Bei dieser solle aber möglichst kein Geld fließen, sondern es geht einzig und allein um gegenseitige Hilfe. So hätten Syrer einer Einwohnerin, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, beim Ein- und Aussteigen aus ihrem Auto geholfen.

Auch wenn jemand krank ist, soll dieser von der Dorfgemeinschaft unterstützt werden. "Es gibt so viele Möglichkeiten", sagt die Ortsvorsteherin, die hofft, dass mit der Zeitbörse der Zusammenhalt der Menschen im Ort noch mehr gestärkt werden kann. In Bierbach lässt es sich schon jetzt sehr gut leben. Mehrere Wanderwege ziehen sich durch die herrliche Blieslandschaft. Auch die Raser, die auf der Durchgangsstraße das Gaspedal durchdrücken, werden seit drei Jahren mit einer Geschwindigkeitsmesstafel ausgebremst. Der Ortsrat hat diese für 3000 Euro selbst gekauft. Inzwischen gebe es samstags auch eine Anbindung an den Nachtbus, so dass es nun möglich ist, sogar um zwei Uhr noch von Saarbrücken nach Hause zu fahren.

Besonders stolz ist Wilhelm aber auf den Wochenmarkt, der seit September vergangenen Jahres jeden Freitag in Bierbach stattfindet. Die Stände der Bäckerei, der Gärtnerei, des Obst- und Gemüsehändlers und einer Metzgerei öffnen jeweils um sieben Uhr. Besonders schätzen die Kunden, dass es in unmittelbarer Nähe genügend Parkmöglichkeiten gibt. Größere Waren werden von den Händlern auch nach Hause gebracht.



Eines der wichtigsten Projekte ist im Dorf der Umbau der ehemaligen Grundschule zur Kindertagesstätte. Die Kosten für den Umbau liegen nach Angaben der Stadtverwaltung voraussichtlich bei etwas über zwei Millionen Euro. Das Gebäude werde zu einer viergruppigen Einrichtung (zwei Krippen und zwei Regelgruppen) umgebaut. Es können nach der Fertigstellung 22 Krippenkinder und 50 Regelkinder aufgenommen werden. Das Gebäude bietet die Möglichkeit, bei Bedarf eine weitere Gruppe aufzunehmen. Zuschüsse gebe es vom Land (Bildungsministerium ) und dem Saarpfalz-Kreis. Mit den Bauarbeiten soll im Herbst begonnen werden.