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Wo Besucher ihr grünes Wunder erleben

Die Biosphäre Bliesgau ist für die Altheimer Ortsvorsteherin Beate Lambert eine Herzensangelegenheit. Liegt ihr Dorf doch eingebettet zwischen Wiesen, Wäldern und Feldern in einer herrlichen Landschaft, die Spaziergänger und Fahrradfahrer so richtig genießen können. Im Ort gibt es zudem noch einiges zu entdecken. Ein Blickfang ist beispielsweise die katholische Pfarrkirche St. Andreas, deren Ursprünge in den Jahren 1360 bis 1390 liegen. Altheim soll zu jener Zeit ein Hof des Klosters in Hornbach gewesen sein. Von diesem kleinen Gotteshaus steht heute nur noch der romanische Turm. "Der kann nach vorheriger Anmeldung auch von innen besichtigt werden", informiert Lambert. In der Sakristei sind neben einem Kreuzrippengewölbe auch Reste von Wandmalereien zu sehen. Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde 1760 abgerissen. Dafür ließen die Zweibrücker Herzöge nach Plänen von Christian Ludwig Hautt einen barocken Saalbau errichten. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche - wie die meisten Gebäude an der deutsch-französischen Grenze - schwer zerstört. Bis 1949 dauerte es, bis sie wieder aufgebaut war. Während einer Restaurierung im Jahr 1978 erhielt sie einen neuen Altar mit einem Relief, das die Jünger von Emmaus darstellt. Die Orgel stammt aus der Heusweilerer Werkstatt der Firma Hugo Mayer. Norbert Rech

Die Biosphäre Bliesgau ist für die Altheimer Ortsvorsteherin Beate Lambert eine Herzensangelegenheit. Liegt ihr Dorf doch eingebettet zwischen Wiesen, Wäldern und Feldern in einer herrlichen Landschaft, die Spaziergänger und Fahrradfahrer so richtig genießen können. Im Ort gibt es zudem noch einiges zu entdecken. Ein Blickfang ist beispielsweise die katholische Pfarrkirche St. Andreas, deren Ursprünge in den Jahren 1360 bis 1390 liegen. Altheim soll zu jener Zeit ein Hof des Klosters in Hornbach gewesen sein. Von diesem kleinen Gotteshaus steht heute nur noch der romanische Turm. "Der kann nach vorheriger Anmeldung auch von innen besichtigt werden", informiert Lambert. In der Sakristei sind neben einem Kreuzrippengewölbe auch Reste von Wandmalereien zu sehen. Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde 1760 abgerissen. Dafür ließen die Zweibrücker Herzöge nach Plänen von Christian Ludwig Hautt einen barocken Saalbau errichten. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche - wie die meisten Gebäude an der deutsch-französischen Grenze - schwer zerstört. Bis 1949 dauerte es, bis sie wieder aufgebaut war. Während einer Restaurierung im Jahr 1978 erhielt sie einen neuen Altar mit einem Relief, das die Jünger von Emmaus darstellt. Die Orgel stammt aus der Heusweilerer Werkstatt der Firma Hugo Mayer.

Ein Schmuckstück des Dorfes ist der in der nähe liegende Pirminiusgarten. Der Sage nach soll der Gründer des Hornbacher Klosters eine Jungfrau gerettet haben, die in großer Herzensnot war. Diese ließ an der Stelle, wo Pirminius ihr Retter wurde, die Altheimer Kirche bauen. Diese Geschichte und die der Bezug zur Kirche sei für den Förderverein ausschlaggebend gewesen, eine Konzeption für den Garten zu entwickeln. Er ist ein Ersatz für den alten Pfarrgarten. Auf dem Areal gibt es neun quadratische Beete, die an die Klostergründungen des Heiligen erinnern sollen. Ein Rosenbogen symbolisiert das "Paradiesische" in dessen Leben. Der mit Lavendel bepflanzte Weg endet am Turm der Kirche. Für die Anlage wurde auch eine breite Sandsteintreppe gebaut, die für Besucher den Zugang erleichtert.

Im Dorf gibt es aber noch weitere sehr schöne Gärten. "Es hat sich in diesem Bereich eine richtige Kultur entwickelt", lobt die Ortsvorsteherin das Engagement der Einwohner. So würden neben dem Pirminiusgarten auch Familien am Tag des offenen Gartentors teilnehmen.