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Windräder auf der Einöder Höhe

 Auch in Homburg sollen sich einmal Windräder drehen, stehen könnten sie möglicherweise zwischen Kirrberg, Einöd und Zweibrücken im Bereich des weißen Drieschs. Foto: Jens Büttner/dpa
Auch in Homburg sollen sich einmal Windräder drehen, stehen könnten sie möglicherweise zwischen Kirrberg, Einöd und Zweibrücken im Bereich des weißen Drieschs. Foto: Jens Büttner/dpa
Homburg. Vage ist immer wieder einmal von einem Windpark die Rede, der zwischen Homburg und Zweibrücken liegen wird. Erst kürzlich erwähnten die Homburger Stadtwerke ihre geplante Beteiligung daran. Doch wo sich nun letztlich wirklich einmal die Windräder drehen, das war bislang nicht zu hören. Genau dafür interessiert sich aber ein Homburger, der sich bei unserer Zeitung gemeldet hat Von Merkur-Mitarbeiterin Ulrike Stumm

Homburg. Vage ist immer wieder einmal von einem Windpark die Rede, der zwischen Homburg und Zweibrücken liegen wird. Erst kürzlich erwähnten die Homburger Stadtwerke ihre geplante Beteiligung daran. Doch wo sich nun letztlich wirklich einmal die Windräder drehen, das war bislang nicht zu hören. Genau dafür interessiert sich aber ein Homburger, der sich bei unserer Zeitung gemeldet hat. "Wir sind im Moment dabei, Baurecht zu schaffen für mögliche Windkraftanlagen im Stadtgebiet Homburg", sagte Jürgen Kruthoff, Pressesprecher der Stadt Homburg, auf Anfrage unserer Zeitung. Doch auf die Frage nach dem Wohin gibt sich die Stadt derzeit noch zurückhaltend. Es gebe Flächen, die in Homburg von der Windsituation geeignet für solche Anlagen scheinen. Grundsätzlich böten die vom Land ausgewiesenen Vorranggebiete eine Orientierung. Eine Stelle für Windräder könne im Dreieck Kirrberg, Einöd, Zweibrücken liegen im Bereich des Weißen Drieschs, umgangssprachlich auch Trisch. Grundsätzlich seien Windräder auch im Bauausschuss in der vergangenen Woche Thema gewesen. Zu Details könne die Stadt aber noch nichts sagen. Erst wenn Baurecht für eine bestimmte Fläche vorhanden sein sollte, dann werde die Stadt Homburg bemüht sein, über die Stadtwerke und möglicherweise mit der Hilfe von weiteren Partnern solche Windkraftanlagen zu realisieren. Grundsätzlich müssten selbstverständlich verschiedene Parameter berücksichtigt werden. Dazu zählten der Abstand zur Wohnbebauung, zu Stromleitungen und im Fall des Weißen Drieschs zu Radaranlagen der Bundeswehr. Weiter spielten die Lärmbelästigung eine Rolle und der Schattenwurf.Allerdings könne erst ein Bauantrag gestellt und in Folge eine Genehmigung erteilt werden, wenn ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliege. Verabschieden muss so einen Plan der Stadtrat. Baurecht zu schaffen, könne sich schon mal über ein Jahr hinziehen, erläuterte Kruthoff. "Ist einmal Baurecht da, dann werden wir als Stadt mit größtmöglicher Transparenz an die Sache herangehen", betonte der Stadtpressesprecher. Es solle nichts ohne mehrheitliche Zustimmung der Bevölkerung verwirklicht werden. Vorsichtig angedacht sei die Idee, dass sich Bürger mit Anteilsscheinen an einer solchen Anlage beteiligen könnten. Das solle auch mit kleineren Beträgen möglich sein, fügte Kruthoff hinzu.