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Weniger Parkplätze auf dem Markt

 Parken kann man auf Homburgs historischem Marktplatz legal nur noch auf zwölf frisch markierten Plätzen zur Saarbrücker Straße hin. Die Einfahrt liegt nun direkt am Anfang des Platzes. Foto: Ulrike Stumm/pm
Parken kann man auf Homburgs historischem Marktplatz legal nur noch auf zwölf frisch markierten Plätzen zur Saarbrücker Straße hin. Die Einfahrt liegt nun direkt am Anfang des Platzes. Foto: Ulrike Stumm/pm FOTO: Ulrike Stumm/pm
Homburg. Ob Homburgs historischer Marktplatz autofrei werden soll: Darum wird seit langem gerungen, denn unterschiedliche Interessen prallen da aufeinander. Nun ist ein erster Schritt getan. Geparkt werden darf nur noch auf einer Seite. Von Mai bis September – während des Musiksommers – dürfen Autos hier nicht mehr abgestellt werden. Ulrike Stumm

Wer in Homburgs Innenstadt auf Parkplatzsuche ist, wird sich umstellen müssen. Auf dem historischen Marktplatz gibt's nun weniger Parkplätze als bislang, zudem wurde die Zufahrt verlegt: Man muss nun direkt hinter dem historischen Rathaus am Anfang des Platzes abbiegen, hinaus geht es dann auf der anderen Seite. So werde Gegenverkehr vermieden. Die Idee, die Parksituation dort zu ordnen, gebe es schon seit diesem Sommer, erklärte Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff gestern auf Anfrage weiter. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind habe die Pläne im Ausschuss vorgestellt, dort seien sie auch akzeptiert und genehmigt worden.

Die Umstellung sollte eigentlich recht rasch erfolgen. Die Ortspolizeibehörde habe eine Firma mit den Markierungsarbeiten beauftragt, allerdings habe sich die Ausführung verzögert, weil immer wieder etwas dazwischen gekommen sei, von Termindruck bis zum Wetter.

Nun habe das Unternehmen relativ spontan doch noch gehandelt, als es nach dem Abbau des Nikolausmarktes festgestellt habe, dass die Witterung Markierungsarbeiten zulasse. Die Ortspolizei habe entsprechende Schilder aufstellen lassen, die auch auf die Beschränkung der Parkzeit hinweisen, zwischen acht und 18 Uhr sind zwei Stunden gestattet.



Offiziell gebe es nun etwa zwölf Parkplätze auf dem historischen Marktplatz, vorher habe es hier keine Markierungen gegeben, die Autofahrer hätten ihre Wagen am Rand und in der Mitte abgestellt, so dass vermutlich bislang um die 20 Pkw hier Platz gefunden haben.

Das Parken im Mittelbereich sei nun nicht mehr gestattet, das werde auch kontrolliert, eventuell seien die Mitarbeiter anfangs noch kulant, allerdings gelte das klar als Falschparken.

Umstellen wird man auch das Parken am Dienstag. Der Markt an diesem Tag sei klein geworden, informierte Kruthoff. Deswegen könnten die wenigen Händler in der Mitte des Marktplatzes platziert werden, so dass an diesem Tag die zwölf markierten Parkplätze von Autofahrern genutzt werden können. Während des größeren Freitagsmarktes bleibe es dabei: Auf dem Marktplatz dürfen in dieser Zeit keine Pkw abgestellt werden. Bislang sei die Parkfläche an beiden Markttagen komplett gesperrt gewesen.

Die aktuelle Änderung ist nur ein erster Schritt. 2017 soll noch ein weiterer folgen, sagte Kruthoff. In der Zeit des Musiksommers, wenn freitagabends die Reihe Querbeat laufe und samstagsmorgens der Jazzfrühschoppen, bleibe der Marktplatz komplett autofrei. Die Musikreihe erstrecke sich normalerweise von Mai bis September.

Generell diene 2017 als Testjahr, um zu sehen, wie die neuen Regelungen greifen. Man schaue, so Kruthoff, ob sich die Neuerungen bewähren. Möglicherweise könnten ein oder mehrere weitere Probejahre folgen.