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Wahl der kirchlichen Gremien

 Am Wochenende 10. und 11. Oktober sind alle katholischen Christen im Saarpfalz-Kreis dazu aufgerufen, ihre Vertreter für die Gremien der Pfarreien zu wählen. Neu sind die Gemeindeausschüsse. Hier die Kirche Maria vom Frieden in Erbach. Foto: Bernhard Reichhart
Am Wochenende 10. und 11. Oktober sind alle katholischen Christen im Saarpfalz-Kreis dazu aufgerufen, ihre Vertreter für die Gremien der Pfarreien zu wählen. Neu sind die Gemeindeausschüsse. Hier die Kirche Maria vom Frieden in Erbach. Foto: Bernhard Reichhart FOTO: Bernhard Reichhart
Homburg/Bexbach/Kirkel. Für Dekan Pirmin Weber ist das Gemeindepastoral „eine Erneuerung des Bistums, wie es sie seit fast 200 Jahren nicht mehr gegeben hat“. Die Wahl sieht Weber als Gradmesser, wie die Arbeit der Kirche und Gemeinden anerkannt wird. Bernhard Reichhart

Am diesem Samstag und Sonntag wählen katholische Christen im Saarpfalz-Kreis ihre Vertreter für die Gremien der einzelnen Pfarreien. Es ist dieses Mal keine ganz gewöhnliche Wahl, hat doch das Bistum Speyer in den vergangenen sechs Jahren unter der Überschrift "Gemeindepastoral 2015" ein neues Seelsorgekonzept erstellt.

Dieses sieht unter anderem vor, dass aus den bisher 346 Pfarrgemeinden 70 neue Pfarreien gebildet werden. Aus diesem Grund ändern sich ab 1. Januar 2016 die Zusammensetzung und die Arbeitsschwerpunkte der künftigen Pfarrei- und Verwaltungsräte. Erstmals in der Geschichte des Bistums Speyer werden vor Ort Gemeindeausschüsse gewählt. Das Gemeindepastoral sei "eine Erneuerung des Bistums, wie es sie seit fast 200 Jahren nicht gegeben hat", sagt Dekan Pirmin Weber. Daher sei es wichtig, dass sich Menschen bereit erklärt hätten, Verantwortung in der Kirche zu übernehmen und für die Räte zu kandidieren. "Für diese Aufgabe brauchen sie aber auch Unterstützung aus der Gemeinde", so Weber, "weil es uns alle angeht, was Kirche tut".

Die Wahl sei "ein Gradmesser dafür, wie die Arbeit der Kirche und der Gemeinden anerkannt wird", hatte Generalvikar Franz Jung jüngst in Erbach erklärt. Ziel der Veränderung sei es, "die Seelsorge in den Pfarreien für die Zukunft neu aufzustellen". Pfarrer Markus Hary von der Pfarreiengemeinschaft Homburg 2, ist froh, dass sich viele Personen, darunter auch Neue, kandidieren.

Insgesamt 8391 Wahlberechtigte sind in der Pfarreiengemeinschaft Homburg 2 mit den Pfarreien St. Fronleichnam, St. Michael, Mariä Himmelfahrt Kirrberg sowie den Kuratien Maria Geburt (Schwarzenacker) und Maria Hilf (Bruchhof-Sanddorf) aufgerufen, zur Wahl zu gehen. In der Pfarreiengemeinschaft Homburg 1 mit den Pfarreien St. Andreas Erbach, Maria vom Frieden Erbach, St. Josef Jägersburg und St. Remigius Beeden sind es insgesamt 7712 Wahlberechtigte . Auch in den zur Pfarreiengemeinschaft Blieskastel-Lautzkirchen gehörenden Pfarreien St. Joseph Kirkel (1605 Wahlberechtigte ) und Christ König Limbach (1484) mit Pfarrer Eric Klein wird am Wochenende gewählt. 7862 Wahlberechtigte hat die neue Pfarrei St. Nikolaus, die die ganze Stadt Bexbach umfasst.