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Von Schwarzenbach nach Erbach

 Pfarrer Wilfried Bohn ist derzeit seine Kisten am packen. Er kehrt nach Erbach zurück. Foto: Bernhard Reichhart
Pfarrer Wilfried Bohn ist derzeit seine Kisten am packen. Er kehrt nach Erbach zurück. Foto: Bernhard Reichhart
Schwarzenbach. Pfarrer Wilfried Bohn übernimmt zum 1. August die Pfarrstelle 1 in Homburg-Erbach. Der 52-jährige protestantische Theologe verlässt nach neuneinhalbjähriger Tätigkeit die 1960 gegründete und heute etwas mehr als 1000 Mitglieder zählende Kirchengemeinde Schwarzenbach, zu der die Stadtteile Schwarzenacker, Schwarzenbach und Wörschweiler gehören Von Merkur-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Schwarzenbach. Pfarrer Wilfried Bohn übernimmt zum 1. August die Pfarrstelle 1 in Homburg-Erbach. Der 52-jährige protestantische Theologe verlässt nach neuneinhalbjähriger Tätigkeit die 1960 gegründete und heute etwas mehr als 1000 Mitglieder zählende Kirchengemeinde Schwarzenbach, zu der die Stadtteile Schwarzenacker, Schwarzenbach und Wörschweiler gehören. In Erbach tritt Bohn die Nachfolge von Klaus Beckmann an, welcher Ende Januar als Militärpfarrer zur Bundeswehr nach Lahnstein wechselte (wir berichteten).Der im pfälzischen Wallhaben geborene Bohn ist in der Region kein Unbekannter, war er doch bereits von 1992 bis 2002 Seelsorger in der evangelischen Kirchengemeinde Erbach, bevor er nach Schwarzenbach wechselte. Er gehe "mit einem großen Gefühl von Dankbarkeit und mit einem reichen Schatz an guten Erfahrungen", erklärte Bohn, welcher ein gut bestelltes Feld in seiner bisherigen Gemeinde hinterlässt. Seine Jahre in Schwarzenbach hätten sichtbare Spuren hinterlassen, erinnerte er an die umfassende Renovierung des Turms der Christuskirche 2003 sowie die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte von 2005 bis 2007. "Das hat viel Nerven und viel Geld gekostet", blickte Bohn auf seine Amtszeit zurück. Die Tür der Christuskirche sei auch immer für ein breites kulturelles Angebot offen gewesen. Als Beispiele nannte Bohn Konzerte, Ausstellungen und Theaterveranstaltungen. Sein Dank gilt vor allem dem Presbyterium und dem Team der Kita für ein gutes und vertrauensvolles Miteinander: "Wir waren immer eine Einheit".

Seinen Wechsel nach Erbach bezeichnete Bohn als "Zeit der Veränderung" und auch als "ein Stück Neuanfang". In der Pfarrstelle 1 ist er für knapp 1900 Gemeindemitglieder verantwortlich, die über 1600 Mitglieder zählende Pfarrstelle 2 wird von Pfarrer Hartmut Haas betreut. Er habe sich "nach reiflicher Überlegung" für den Wechsel nach Erbach entschieden, da hier vieles im Umbruch sei und es viele Möglichkeiten gebe, etwas zu bewegen, so Bohn. Als Beispiele nannte er unter anderem die Stadtteilkonferenz, die sich gut entwickelt habe, das Mehrgenerationenhaus Haus der Begegnung, die Baumaßnahmen für die Musikschule und den Neubau des Kindergartens an der Lappentascher Straße.

Neben seiner Tätigkeit als Pfarrer ist der 52-jährige Theologe seit 1996 Vorsitzender der Ökumenischen Sozialstation Homburg und stellvertretender Dekan. Im Rahmen eines Gottesdienstes am Sonntag, 17. Juli, 15 Uhr, in der Christuskirche wird Bohn offiziell verabschiedet. "Wir waren immer eine Einheit."



Wilfried Bohn, noch Pfarrer in Schwarzenbach, bald in Erbach

 Pfarrer Wilfried Bohn ist derzeit dabei, seine Kisten zu packen. Er kehrt nach Erbach zurück. Foto: Bernhard Reichhart
Pfarrer Wilfried Bohn ist derzeit dabei, seine Kisten zu packen. Er kehrt nach Erbach zurück. Foto: Bernhard Reichhart