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Von Abenteuern in der ganzen Welt

Am Dienstagabend schickte Karl-Willi Paul seine Zuhörer im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel im guten Sinne in die Wüste. Foto: Thorsten Wolf
Am Dienstagabend schickte Karl-Willi Paul seine Zuhörer im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel im guten Sinne in die Wüste. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Kirkel. Der Referent Karl-Willi Paul eröffnete im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel eine neue Vortragsreihe. Sein Reisethema zur Premiere lautete „China – Trecking durch die Taklamakan-Wüste“. Die Veranstaltung am Dienstagabend fand großen Anklang. Thorsten Wolf

Jemanden in die Wüste zu schicken, bedeutet ja gemeinhin nichts Gutes. Doch am Dienstagabend stand eben das für eine spannende Stunde auf den Spuren von Karl-Willi Paul. Karl-Willi Paul? Genau der ist nicht nur einer, der sich zusammen mit Gleichgesinnten immer wieder auf abenteuerliche Reisen in der ganzen Welt begibt, sondern er ist auch Referent der Freunde des Abenteuermuseums. Und als solcher eröffnete er vor deutlich mehr Gästen als erwartet im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel eine neue Vortragsreihe, die ihre Zuhörer in unbekannte Welten entführen soll. Pauls Reisethema zu Premiere: "China - Trecking durch die Taklamakan-Wüste".

Doch bevor Paul seine Zuhörer im guten Sinne in die Wüste schickte, war es an Erwin Irmisch, dem Leiter des Bildungszentrums, sich für den mehr als regen Zuspruch zu bedanken. "Das Beste, was man zu Beginn einer Veranstaltung sagen kann, ist 'Wir brauchen noch Stühle'." Grundsätzlich sei die neue Zusammenarbeit des Vereins der Freunde des Abenteuermuseums mit dem Bildungszentrum und die daraus resultierende Veranstaltungsreihe eine, "die im besten Sinne den kulturellen Hintergrund unserer Einrichtung bereichern und den Verein der Freunde des Abenteuervereins über Saarbrücken hinaus bekannt machen soll". Nach einer kurzen Vorstellung des Vereins der Freunde des Abenteuermuseums in Person von Heinz Zimmer legte Paul dann los. Und schon seine grundsätzliche Einführung zu seiner Reise in den Westen Chinas machte klar, dass er und seine Mitreisenden nicht nur Augen für die mitunter bizarre Schönheit dieser Region hatten. So wies Paul nachdrücklich darauf hin, dass die autonome Provinz Xinjiang auch Ort von Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen der Uiguren als Ureinwohner und der Han-Chinesen sei. "Davon bekommen wir in Deutschland aber nicht viel mit", so Paul. "Wir kennen die Probleme in Tibet und kennen die Unruhen, die es dort gibt. Aber aus der Provinz Xinjiang hören wir nur wenig."

Es war also nicht nur ein launiger Reisebericht, den Paul präsentierte, gleichwohl seine Eindrücke aus der Wüste Taklamakan den rund einstündigen Vortrag natürlich dominierten. In vielen Fotografien schilderte er den langen und abenteuerlichen Weg hin zur Dünenlandschaft, erzählte von Ruinenstädten am Rande der Wüste und von den Anstrengungen einer 150-Kilometer-Kamel-Tour durch die Taklamakan. Mit einem Abschluss-Foto der gesamten Reisegruppe verdeutlichte Paul seine Gefühlslage am Ende der Wüstenreise: "Wenn es irgendwann mal einen Foto-Wettbewerb gibt, der nach Bildern verlangt, auf denen ‚Glück' dargestellt ist, dann ist das mein Bild."

Zum Thema:

Auf einen BlickZusammen mit dem Verein der Freunde des Abenteuermuseums (im Internet zu finden unter www.abenteuermuseum.com ) präsentiert das Bildungszentrum in Kirkel nun eine Reihe von Vorträgen über spannende und abenteuerliche Reisen in ganz unterschiedliche Regionen der Erde. Nach der Premiere mit dem Reisebericht über die Taklamakan-Wüste im Westen Chinas von Karl-Willi Paul wird es am 25. November einen Vortrag von Klaus Hessenauer zu Tibet geben. thw