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Versorgung von Terroropfern
Versorgung nach Terrorangriff

Homburg. Schulungskombination für Chirurgen zu „terrorassoziierten Verletzungen“.  Von Christine Maack

(maa) Wer weiß, was spätere Geschichtsschreiber über unsere Epoche schreiben werden, aber Tatsache ist, dass nach dem 11. September mit einem Schlag klar war, dass der Terror auch zu uns gekommen war. Es folgten weitere schlimme Anschläge innerhalb Europas - in U-Bahnen und an Flughäfen, in Konzertsälen und Bahnhöfen. Und immer hört man, dass die schwer Verwundeten notfallärztlich versorgt werden. Kann man in Zeiten erhöhter Terrorgefahr so weitermachen wie bisher? Kann man nicht, fanden Unfallchirurgen am Uniklinikum in Homburg, so dass heute bundesweit die erste Schulungskombination für Chirurgen eines Bundeslandes zu „terrorassoziierten Verletzungen“ vorgestellt wird. Teilnehmer dieser Vorstellung sind unter anderem Stephan Kolling, Staatsekretär im Saar-Gesundheitsministerium, Professor Tim Pohlemann, Sprecher des Traumanetzwerkes Saar-Lor-Lux-Westpfalz und Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Uniklinikums in Homburg, Oberstarzt Professor Benedikt Friemert, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Einsatz- und Katastrophenmedizin DGU (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie) und Professor Michael Menger, Dekan der Medizinischen Fakultät. In einem Fünf-Punkte Plan  der DGU zur Bewältigung terrorassoziierter Verletzungen spielen Schulungsmaßnahmen für medizinisches Personal eine wichtige Rolle. Durch die spezifischen Verletzungsmuster, die erfahrungsgemäß eher „Kriegsverletzungen“ zuzuordnen sind, sind besondere Kenntnisse erforderlich.