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Höcherberghalle
Vereine sauer: Höcherberghalle ist geschlossen

Bexbach. Die Schließung der Höcherberghalle in Bexbach hat nicht nur bei den Schulen, sondern auch bei den Vereinen für großen Ärger gesorgt. Wie schon bei der Schließung des Bades, stehen nun auch hier ganze Vereine vor der Auflösung, zumal ihre Existenz von der Existenz der Höcherberghalle abhängt.

Allen voran sind hier die Sportkegler zu nennen, die jetzt keinen Ort mehr haben, an dem sie trainieren können. Zwar habe ihnen die Stadt die Frankenholzer Halle angeboten, was Erich Klöckner von den Sportkeglern aber rundweg ablehnt: „Das geht nicht, diese Halle entspricht überhaupt nicht den Richtlinien. Wir spielen Ligarunden und Landesmeisterschaften, da brauchren wir professionelle Bahnen.“

Seit 40 Jahren hatten die Sportkegler ihren festen Platz in der Höcherberghalle, „wir haben alles selbst gemacht und unsere Anlage immer in Schuss gehalten. Das hat uns viel Geld gekostet.“ Ert kürzlich haben die Sportkegler über 2000 Euro investiert, „um die Bahnen für die neue Runde, die bald anläuft, fit zu machen.“ Und nun ist alles vorbei. Junge Sportkegler sehen sich bereits anderweitig um, „denn in Bexbach wird auf absehbare Zeit nichts mehr stattfinden“, so Klöckner traurig.

Betroffen von der Schließung ist auch der Fastnachtsverein „Die Blätsch“. Christian Prech ist ärgerlich: „Wir verlieren mit der Schließung unseren traditionellen Ort für die Prunk- und Galasitzung, für den Kinderfasching und für die Gemeinschaftssitzung.“



Nun wird der Verein wohl in die kleinere Halle nach Niederbexbach ausweichen, „da müssen wir dann zwei Vorstellungen anbieten, wegen der großen Nachfrage“. Das sei „alles sehr blöd für den Verein“, der auch noch sein Jubiläum groß feiern wollte. Prech denkt jetzt sogar über die Anmietung eines großen Festzeltes nach.