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Hilfe zur Selbsthilfe
10 000 Euro für Entwicklungshilfe

 Das Kinderhaus im nepalesischen Kathmandu zählt zu den Förderprojekten, die vom Trägerverein des Homburger Eine-Welt-Ladens unterstützt werden. Diese Jugendlichen wuchsen im Kinderhaus auf und wurden für eine eigenständige Zukunft ausgebildet.
Das Kinderhaus im nepalesischen Kathmandu zählt zu den Förderprojekten, die vom Trägerverein des Homburger Eine-Welt-Ladens unterstützt werden. Diese Jugendlichen wuchsen im Kinderhaus auf und wurden für eine eigenständige Zukunft ausgebildet. FOTO: Klaus Hessenauer / Picasa/Hessenauer
Homburg. Trägerverein des Homburger Weltladens fördert Projekte rund um den Globus. Von red

(red) Entwicklungshilfeprojekte rund um den Globus unterstützt der Trägerverein des Homburger Eine-Welt-Ladens, der Verein „miteinander – füreinander“, in diesem Jahr mit insgesamt 10 000 Euro. Dies beschloss die Mitgliederversammlung auf Vorschlag der Vorstandschaft einstimmig. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, Bildung für Kinder, eine bessere Gesundheit und Schutz vor Obdachlosigkeit. Zu allen Projekten gibt es persönliche Kontakte. Mit der erneuten Zuwendung hat der Verein in den 27 Jahren seines Bestehens mehr als 310 000 Euro für Hilfsprojekte in Asien, Afrika, Südamerika und Eurasien bereitgestellt.

Die Spendensumme setzt sich zusammen aus den Mitgliedsbeiträgen und vor allem aus einem Gewinnanteil des ehrenamtlich geführten Ladens in der Saarbrücker Straße. Jeweils 1300 Euro erhalten das Kinderhaus Kathmandu in Nepal und der Verein „Hilfe Direkt“ auf der indonesischen Insel Flores, jeweils 1000 Euro die Guarani-Indianer-Hilfe in Argentinien, ein Kriegswaisen-Projekt in Ruanda, eine Suppenküche im georgischen Tbilissi, die Natpu-Indienhilfe, ein Schulprojekt der Peruhilfe und „Konkrete Hilfe“ in Ecuador. Außerdem finanziert der Verein drei Patenschaften für peruanische Jungs und drei Patenschaften für indische Mädchen (zusammen 1440 Euro).

Der Vorsitzende Gustl Altherr stellte in seinem Rechenschaftsbericht heraus, dass das ehrenamtliche Engagement des Ladenteams die Basis dafür schafft, alljährlich die Projektförderung rund um den Erdball zu ermöglichen. Er freute sich über ein „erneut erfolgreiches Jahr, in dem der Laden wieder ein stabiles und konstantes Ergebnis erwirtschaftet hat“. Auch die stellvertretende Vorsitzende Nana Lenz und Schriftführerin Monika Lehmann, die für das Ladenteam verantwortlich zeichnen, unterstrichen die positive Bilanz. 29 Personen teilten sich den Ladendienst. Beim Dekanatsfrauentag, beim Pfarrfrauentag, bei Kirchen- und Gemeindefesten, bei der „fairen Weinprobe“, beim Hubertusmarkt in Jägersburg und vor allem beim Fairtrade-Markt in Homburg sei man vertreten gewesen.



Organisationsleiterin Astrid Klug erläuterte anhand von Grafiken die finanzielle Situation des Weltladens und gab erste Informationen zum vierten Fairtrade-Markt, der am Samstag, 14. September, von 10 bis 15 Uhr auf dem Marktplatz stattfinden wird. „In der bewährten Kooperation mit dem Homburger Musiksommer gestalten wir wieder einen Markt der Möglichkeiten mit Informations-, Verkaufs- und Ausstellungsständen“, sagte Klug. Zudem werde man über Projekte der Entwicklungszusammenarbeit informieren und eine große Auswahl an fair gehandelten Lebensmitteln und Kunsthandwerk aus aller Welt anbieten.

Die Orga-Leiterin erhofft sich auch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem neuen Eine-Welt-Fachpromotor Fairer Handel, Peter Weichardt, in Saarbrücken. Nach dem zufriedenstellenden Kassenbericht, den Rosi Alt vortrug, und dem Prüfbericht von Elke Beeck erfolgte die Entlastung des Vorstandes. Die Versammlung gedachte auch drei verstorbener Mitglieder, die sich in außergewöhnlicher Weise um den Verein und auch darüber hinaus verdient gemacht hatten: Erika Schweizer, Rosemarie Feldmann und Professor Gernot Feifel.