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Nach dem 22. Juni drohen Streiks
Verdi stellt Uniklinik Ultimatum

Verdi-Sekretär Michael 
Quetting
Verdi-Sekretär Michael Quetting FOTO: Robby Lorenz
Homburg. Die Gewerkschaft Verdi hat gestern ein Ultimatum an die Leitung des Universitätsklinikums Homburg (UKS) gestellt. Sie fordert Verbesserungen zur Entlastung der Pflegekräfte bis zum 22. Juni. Sonst gebe es einen unbefristeten Streik.

Bereits im März 2017 habe man nach einer Streikandrohung mit dem UKS über eine Entlastung verhandelt. Doch viel passiert sei nicht, denn diese Vereinbarungen seien nur zum Teil oder gar nicht umgesetzt worden. Mit Hilfe der Landesregierung sei ein Pflegepool beschlossen worden, der sechs Pflegekräfte für die Chirurgie vorsieht. Bisher sei dieser Pool nicht zustande gekommen. Verdi-Sekretär Michael Quetting forderte unverzügliche Verbesserungen: „Unsere Geduld gehört hiermit endgültig der Vergangenheit an.“ Verdi verlangt unter anderem verbindliche Mindestpersonalzahlen und einen Pflegepool mit 50 Beschäftigten.

Nachdem die Landesregierung Personal-Anhaltszahlen im neuen Krankenhausplan versprochen hat, sei nun die Bundesregierung am Zug. Man gewähre der neuen Regierung eine 100-Tage-Frist, die am 22. Juni endet. Bis dahin soll es eine Urabstimmung der Verdi-Mitglieder geben. Diese sollen ihre Zustimmung zu einem unbefristeten Streik geben, wenn die geforderten Verbesserungen ausbleiben. Warnstreiks seien in der Zwischenzeit nicht ausgeschlossen.

„Die Beschäftigten im Gesundheitswesen hören immer wieder wunderschöne Konjunktive und hohle Phrasen. Die Lage selbst wird von Tag zu Tag schlimmer“, sagt Verdi Bezirksgeschäftsführer Thomas Müller.