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Veranstaltung am 22. November
Ethiknachmittag auf Homburger Campus

Homburg. Am 22. November geht es um „Ethische Anforderungen an eine humane Medizin“. Gesprochen wird über die seelsorgerische Patientenbetreuung und die Frage einer möglichen Therapiebegrenzung. red

Im Rahmen der Paul-Fritsche-Stiftung/Wissenschaftliches Forum werden immer wieder Redner eingeladen, um über ethische Themen auf dem Homburger Campus zu berichten.  Nun bietet die Stiftung  am Donnerstag, 22. November, zwischen 14 und 17 Uhr den ersten Ethiknachmittag am Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät des Saarlandes an. Eine solche Veranstaltung sei an vielen Universitätskliniken eine feste Einrichtung, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Um das Thema „Ethische Anforderungen an eine humane Medizin am UKS und an der Medizinischen Fakultät“  wird es dann im Hörsaal der medizinischen Biochemie und Molekularbiologie, Gebäude 45, auf dem Campus Homburg gehen.

Zu Hintergrund heißt es: Nie war die Aussicht auf die Beherrschung komplexer und schwerwiegender Erkrankungen größer als heute. Im 21. Jahrhundert habe sich die Medizin soweit entwickelt, dass leistungsfähige Werkzeuge zur Erhaltung und Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit zur Verfügung stehen.



In dieser rasanten Entwicklung des medizinischen Fortschritts dürfe jedoch die Autonomie des Patienten und seine Menschenwürde nicht verloren gehen. Sowohl Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger als auch Patienten und ihre Angehörigen finden sich immer öfter im Spannungsfeld der Entscheidungen zwischen dem medizinisch Möglichen und dem Nötigen und dem Patientenwillen.

Am ersten Ethiknachmittag am Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät soll  die seelsorgerische Betreuung der Patienten, die Fragen der Menschenwürde in kritischen Situationen und die Frage einer möglichen Therapiebegrenzung bei der Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen vorgestellt und diskutiert werden. Sprechen wird dabei Stefan Seckinger, katholische und evangelische Studierendenseelsorge, über  „Grenzen der Medizin und die Notwendigkeit einer Medizinethik“. Pfarrer Peter Vatter, katholische Klinikseelsorge, und Pfarrer Georg Weber, evangelische Klinikseelsorge, widmen sich der Seelsorge am Uniklinikum.  Professor Thomas Volk, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, widmet sich dem  Thema „Menschenwürde in der Intensivmedizin“.

Professor Norbert Graf, Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, erläutert die „Therapiebegrenzung in der Tumorbehandlung“. Im Anschluss ist eine Diskussion möglich.