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Tarifkonflikt führt zu Warnstreiks in Homburg und Bexbach

Auch in Homburg hat es gestern Warnstreiks gegeben: Die Frühschicht bei Bosch und Bosch-Rexroth legte dabei für gut zwei Stunden die Arbeit nieder. Foto: IG Metall/ Ralf Cavelius
Auch in Homburg hat es gestern Warnstreiks gegeben: Die Frühschicht bei Bosch und Bosch-Rexroth legte dabei für gut zwei Stunden die Arbeit nieder. Foto: IG Metall/ Ralf Cavelius FOTO: IG Metall/ Ralf Cavelius
Homburg. Die Tarifbewegung für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich zu. Gestern gab es weitere Warnstreiks auch in Homburg und Bexbach. Die Gewerkschaft kritisierte dabei das Verhalten der Metall-Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde. Ulrike Stumm

Auch Mitarbeiter von Bosch und Bosch-Rexroth in Homburg sowie der GE Power AG in Bexbach (ehemals Alstom ) haben gestern für einige Zeit ihr Arbeit niedergelegt.

Mit den Warnstreiks wollen sie den Forderungen der IG Metall im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie Nachdruck verleihen. Bei Bosch und Bosch-Rexroth seien 1200 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen gewesen, sagte der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Homburg-Saarpfalz, Ralf Cavelius, gegenüber unserer Zeitung. Mehr als 1000 Mitarbeiter der Frühschicht hätten sich dann ab 12 Uhr am gut zwei Stunden langen Warnstreik beteiligt. Bei der GE Power AG in Bexbach seien es etwa 150 Warnstreikende gewesen, so Cavelius weiter.

Die Menschen seien "auf unserer Seite", sagte er zur Stimmung. Das neuere Angebot der Arbeitgeber sei keine echte Nachbesserung. Angeboten hatten diese 2,4 Prozent auf zwei Jahre. Diese teile sich auf in 2,1 Prozent plus eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent auf freiwilliger Basis, erläuterte er. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld.



Warnstreiks hatte es bereits am vergangenen Freitag gegeben: in der Nacht bei Bosch, morgens bei Terex (Zweibrücken). Ralf Reinstädtler, der erste Bevollmächtigte der IG Metall Homburg-Saarpfalz, hatte im Rahmen des traditionellen Treffens der Betriebs- und Personalräte zum Tag der Arbeit mit Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind bereits 21 Warnstreiks in den nächsten neun Tagen "allein bei uns in der Geschäftsstelle" angekündigt.