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Homburger Tafel
Tafel Homburg statt Homburger Tafel

 Der neue Vorstand der Tafel Homburg hat wie immer viel zu tun (von rechts nach links) Doris Lehmann, Roland Best, Anita Graf-Fischbach, Gitta Zielke und Heribert Wies.
Der neue Vorstand der Tafel Homburg hat wie immer viel zu tun (von rechts nach links) Doris Lehmann, Roland Best, Anita Graf-Fischbach, Gitta Zielke und Heribert Wies. FOTO: Steffi Wellner/Homburger Tafel / Steffi Wellner
Homburg. Roland Best bleibt Vorstandsvorsitzender der Tafel Homburg. Die bereits vorgenommene Namensänderung dient dem Begriffsschutz. red

Die Tafeln in Deutschland kennt wohl jeder. Doch immer mehr Menschen versuchen, den Namen der Tafel für ihre Zwecke zu nutzen. Der Bundesverband der deutschen Tafeln musste in den vergangenen Jahren bereits über 90 000 Euro aufwenden, um den Namen der Tafel vor Missbrauch zu schützen. Das schreibt die Homburger Tafel, die eigentlich so nicht mehr heißt.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Homburger Tafelstand daher am Dienstag die Namensänderung und damit die Änderung der Satzung. Bisher wurde der Ort vorangestellt, in Zukunft wird bundesweit der Begriff ‚‘Tafel‘ vorangestellt. Aus „Homburger Tafel e.V.“ wird „Tafel Homburg e.V.“. Nur so sei die Marke Tafel klar erkennbar und zu schützen, erklärte der Vorsitzende Roland Best. Es sei ähnlich wie bei bekannten Markenprodukten oder Einkaufsketten. Einstimmig wurde die Satzungsänderung angenommen, nach und nach wird nun die Namensumstellung auf den Fahrzeugen und auf dem Briefpapier auftauchen.

Die Tafel Homburg sei im Saarpfalz-Kreis anerkannt, so Roland Best. Privat- und Firmenspender kennen die gute Arbeit für Bedürftige an den Ausgabestellen in Homburg und St. Ingbert. Auch nach der Namensdrehung seien die Geldgeber weiterhin bereit, den Verein mit Spenden zu unterstützen. Best dankte nochmals allen Sponsoren und Unterstützern, ohne deren Hilfe die Arbeit und der Betrieb der Tafelausgabestellen nicht finanzierbar sei. Die zahlreichen Spenden ermöglichten den ehrenamtlichen Einsatz des international aufgestellten Tafelteams. Durch die Tatkraft der Ehrenamtlichen beim Einsammeln der Lebensmittel, dem Sortieren und der Ausgabe könne die Tafel im Jahr über 17 000 Lebensmittelabholungen im Saarpfalz-Kreis ermöglichen. Vor allem Rentner und Familien mit Kindern seien auf diese Unterstützung angewiesen, so werden durch jede Abholung im Schnitt weitere 3,5 Personen unterstützt. Die Zahl der Bedürftigen steige stetig an. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind lobte die Ehrenamtlichen, die mit großem Engagement in den beiden Ausgabestellen für Bedürftige tätig seien. Diese tatkräftige Hilfe reduziere soziale Schieflagen.



Markus Elser vom Awo-SPN hob ebenfalls die hervorragende Arbeit der Ehrenamtlichen hervor. Dankenswerterweise übernahm er auch die Wahlleitung des Abends. Gründungsmitglied Ingeborg Rippel schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Roland Best dankte für ihre hervorragende Arbeit und ihr großes Engagement seit der Gründung der Homburger Tafel. Bei den Wahlen wurde Roland Best als Vorstandsvorsitzender im Amt bestätigt. Anita Graf-Fischbach und die frühere Schriftführerin Doris Lehmann wurden als Stellvertreterinnen gewählt. Heribert Wies wurde erneut Kassierer. Neu im Vorstand ist jetzt Gitta Zielke, welche ab sofort das Amt der Schriftführerin übernimmt.

Für die Zukunft ist die Arbeitssicherheit bei der Tafel ein großes Thema. Rechtlich einem Gewerbebetrieb gleichgestellt, müssen auch bei der Tafel Homburg Vorschriften für Arbeitssicherheit und Lebensmittelhygiene strikt beachtet werden. Mechthild Niewald ließ sich in diesem Bereich schulen und gibt ihr Wissen nun an alle Ehrenamtlichen im Haus weiter.

Ein weiteres „Zukunftsprojekt“ der Tafel sei die Lehrstelle für einen „Kaufmann im Büromanagement“. Dem Auszubildenden Antonius Daschner wird so ein neuer Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.