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Stadtrat Homburg
Wohnen und Gewerbe: Große Pläne für das alte DSD-Gelände

 Auf dem ehemaligen DSD-Gelände gegenüber dem Forum soll sich etwas tun. In der Sitzung des Homburger Stadtrats gab es auch für den Entwurf des Bebauungsplans grünes Licht.
Auf dem ehemaligen DSD-Gelände gegenüber dem Forum soll sich etwas tun. In der Sitzung des Homburger Stadtrats gab es auch für den Entwurf des Bebauungsplans grünes Licht. FOTO: Ulrike Stumm
Homburg. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung den Weg frei gemacht für eine Entwicklung des alten DSD-Geländes. Entstehen soll ein Mischgebiet für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen. Von Ulrike Stumm

Heruntergekommene Gebäude mit kaputten Fensterscheiben, angerostete „Betreten verboten“-Schilder, wucherndes Unkraut zwischen den betonierten Flächen. Das alte DSD-Gelände ist schlicht heruntergekommen und fällt unangenehm auf, wenn man etwa aus Limbach nach Homburg hineinfährt. Seit Jahren wird gefordert, dass hier etwas passieren soll. Dem ist man jetzt einen guten Schritt näher gekommen. In seiner Sitzung am Mittwochabend sprach sich der Homburger Stadtrat einstimmig für die Pläne aus, die am Abend ganz kurz nochmals vorgestellt wurden. Offiziell heißt das Gebiet „Westlich des Forums“, und einstimmig befürwortet wurde sowohl die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes für den Teilbereich als auch der Entwurf des Bebauungsplanes (wir berichteten kurz). Bürgermeister Michael Forster sprach von einer „erfreulichen Entwicklung, die wir hier haben“. Das Gebiet sei schon viele Jahre lang eine Brache. Und es sei immer wieder nachgefragt worden, wann denn da etwas passiere. Es sei eine gute Nachricht, dass es ein Interesse gebe, die Fläche zu nutzen. Es sei eine Entwicklung an einem Platz, wo man schon nicht mehr geglaubt habe, dass es hier eine Entwicklung geben könnte. Da das Thema bereits in den Ausschüssen vorberaten und vorgestellt worden war, gab es wenig Rückfragen und auch nur einen knappen Einblick in das Geplante.

Wie eine Nutzung an dieser Stelle aussehen könnte, stellte in groben Zügen Claudia Lennartz vom Büro Agsta Umwelt aus Völklingen vor, das mit den Planungen beauftragt worden war. Das alte Werkgelände der Dillinger Stahlbau GmbH soll demnach zu einem neuen Stadtquartier werden mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Dienstleistung und Versorgung. Das Wohngebiet befinde sich dabei etwa in der Mitte der Fläche, um die es zunächst geht – es ist, so steht es in den umfangreichen Unterlagen, ein Teilbereich des Gesamtareals, ausgespart werden dabei die Bestandsgebiete an der Beeder Straße und an der Entenmühlstraße.

Vor allem im Westen und im oberen Bereich seien Gewerbegebiete geplant. Hier gebe es gar keine andere Möglichkeit, erläuterte Lennartz. Den Kern bilde dann das große Wohngebiet mit einer etwas aufgelockerten Struktur in der Mitte, etwas verdichtet dann am Rand. Dazu komme Raum für Dienstleistungsangebote, die zwischen Wohn- und Gewerbeflächen vorgesehen sind, sowie eine kleine Teilfläche für Einzelhandel, der aber nicht zentrumsrelevant sei, am Rand. Ergänzt werde dies durch Grünflächen. Es sei zudem geplant, größere Dächer zu begrünen. Die Zufahrt zum Plangebiet soll durch Straßenanbindungen von der Beeder Straße, der Entenmühlstraße sowie der geplanten B 423-Umgehung erfolgen. Man sei aber nicht auf die Umgehungsstraße angewiesen, machte Lennartz deutlich.



Eigentümer der Teilfläche sind, so steht es in den beigefügten Unterlagen, die DSD Asset Management Gesellschaft aus Essen. Sie werde gemeinsam mit der Munitor-Gruppe aus Saarbrücken die Entwicklung des dort vorgesehenen Quartiers übernehmen. Letztere listet auf ihrer Internetseite diverse Projekte auf, die von ihr realisiert wurden, etwa die Sanierung und den Umbau der Alten Post in Saarbrücken oder den Bau des Outlet-Centers in Wadgassen.

 Ein schöner Anblick ist das ehemalige DSD-Gelände in Homburg. Hier der Blick von der Saarbrücker Straße.
Ein schöner Anblick ist das ehemalige DSD-Gelände in Homburg. Hier der Blick von der Saarbrücker Straße. FOTO: Ulrike Stumm